Eine Oldtimertour mit Volksfeststimmung

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Bei strahlendem Sonnenschein wurde die Zielankunft am Sonntagnachmittag auf dem Markt in Erkelenz zu einem Volksfest: Die Internationale Grenzland-Rallye begeisterte auch bei ihrer 17. Auflage viele Zuschauer am Start- und Zielort, aber auch entlang der Strecke. Foto: Koenigs
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Viele Vespa-Freunde waren nach Erkelenz gekommen: Das Vespa-Team Wegberg präsentierte sich bei der Internationalen Grenzland-Rallye. Foto: Koenigs
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Eine der oldtimerbegeisterten Familien: ­Andreas und Bianca Schiffer waren mit ihren Kindern im NSU Prinz aus dem Jahr 1964 unterwegs. Foto: Koenigs
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Das Stadtmarketing hatte es möglich gemacht: Die Band Streetlight sorgte für musikalische Unterhaltung bei der Veranstaltung in Erkelenz. Foto: Koenigs
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Einer der Klassensieger im Ziel: Das Team Kowalski-Bronny aus Baesweiler war mit einem AWE Wartburg 311 Camping aus dem Jahr 1966 in der Klasse der Baujahre 1959 bis 1969 erfolgreich. Foto: Koenigs
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Der siegreiche Wagen beim Concours d‘Elegance: Dieser Chrysler Imperial Speedster aus dem Jahr 1929 vom niederländischen Team de Groot van Ronckensteijn wurde als schönstes Fahrzeug im Rallyefeld ausgezeichnet. Foto: Koenigs
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Viele Vespa-Freunde waren nach Erkelenz gekommen: Das Vespa-Team Wegberg präsentierte sich bei der Internationalen Grenzland-Rallye. Foto: Koenigs
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Eine der oldtimerbegeisterten Familien: ­Andreas und Bianca Schiffer waren mit ihren Kindern im NSU Prinz aus dem Jahr 1964 unterwegs. Foto: Koenigs
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Das Stadtmarketing hatte es möglich gemacht: Die Band Streetlight sorgte für musikalische Unterhaltung bei der Veranstaltung in Erkelenz. Foto: Koenigs
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Einer der Klassensieger im Ziel: Das Team Kowalski-Bronny aus Baesweiler war mit einem AWE Wartburg 311 Camping aus dem Jahr 1966 in der Klasse der Baujahre 1959 bis 1969 erfolgreich. Foto: Koenigs
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Der siegreiche Wagen beim Concours d‘Elegance: Dieser Chrysler Imperial Speedster aus dem Jahr 1929 vom niederländischen Team de Groot van Ronckensteijn wurde als schönstes Fahrzeug im Rallyefeld ausgezeichnet. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Perfekte Organisation, strahlender Sonnenschein, viele begeisterte Zuschauer – sowohl an Start und Ziel auf dem Markt in Erkelenz als auch an manchen Stellen entlang der 130 Kilometer langen Strecke quer durch den Kreis Heinsberg – sowie zufriedene und lächelnde Teilnehmer bei der Ankunft.

Besser hätte die 17. Auflage der Internationalen Grenzland-Rallye am Sonntag nicht laufen können.

Wie sagte doch einer der Fahrer im Ziel: „Einfach perfekt!“ Die Daumen zeigten immer wieder nach oben. Es hat Spaß gemacht. Und im Herzen der Stadt Erkelenz herrschte am Nachmittag im Schatten von Lambertuskirche und Altem Rathaus Volksfeststimmung rund um die Oldtimertour.

Über 100 betagte Automobile waren am Vormittag durch das Starttor gerollt. Bürgermeister Peter Jansen hatte als Schirmherr die Teams nicht nur in Erkelenz willkommen geheißen, sondern auch selbst die Startflagge in die Hand genommen und die ersten Fahrzeuge persönlich auf die Strecke geschickt. Rund 50 Jahre Automobilgeschichte wurden bei der Rallye der Oldtimer-IG Grenzland als rollendes Museum präsentiert – das passte auch terminlich bestens, war doch am Sonntag der Internationale Museumstag angesagt. Auf dem Streckenplan standen unter anderem der Sportpark Loherhof in Geilenkirchen und Motoren Ritterbecks in Heinsberg.

Familienausflug

Viele Familien nutzten die Schnauferl-Ausfahrt zum Sonntagsausflug. Da lösten viele Ehefrauen oder auch einzelne Kinder oder Enkel die Aufgaben als Beifahrer, die das Bordbuch in Händen halten und für die Streckensuche verantwortlich zeichneten, glänzend. Oder aber die Frauen hatten an diesem Tag gleich das Lenkrad übernommen – und die Ehemänner auf dem Beifahrersitz freuten sich, dass sie endlich auch mal etwas zu sagen hatten, wie sie – natürlich scherzhaft – berichteten.

Da wurden auch Familienduelle ausgetragen, wenn gleich mehrere Fahrzeuge gemeldet worden waren. Und nicht zu vergessen: Das eine oder andere reine Frauenteam war ebenfalls im Rallyefeld zu ent­decken und schlug sich mit Bravour. Zu den oldtimerbegeisterten Familien zählte das Team Schiffer aus Wassenberg im NSU Prinz 4L aus dem Jahr 1964. Andreas und Bianca waren gemeinsam mit ihren Kindern Leon Rock und Jason Tiger unterwegs, die von solchen Veranstaltungen nicht genug bekommen können, haben sie doch bereits im Mutterleib Rallyebegeisterung aufgesogen.

Unter den Fahrern gab es viele Routiniers, aber auch eine ganze Reihe von Neulingen, wobei die Letzteren sich weitestgehend zufrieden mit ihrer „Premiere“ zeigten. Nur ein Team musste einräumen, dass es jetzt im Ziel endlich auch verstanden habe, wie es überhaupt funktioniert mit dem Bordbuch und den Prüfungen. Aber auch dieses Paar strahlte...

Von 13 bis 300 PS

Von Familien-Erbstücken bis zu ­EBay-Eroberungen reichte die Palette der Fahrzeuge. So breit das Spektrum der Baujahre – von 1929 bis 1980 – gefächert war, so weit war auch die Spanne bei den PS-Angaben: Doch die kleine BMW Isetta mit nur 13 Pferdestärken oder der Fiat Topolino mit 16,5 PS heimsten nicht weniger Applaus als der Pontiac Firebird (300 PS) oder Pontiac Catalina (280 PS).

Feuerwehr im Pech

Zu den Pechvögeln gehörte an diesem Tag der Erkelenzer Stadtbrandinspektor Wolfgang Linkens, der zusammen mit dem Technischen Beigeordneten der Stadt, Ansgar Lurweg, einen Mercedes-Kastenwagen (Baujahr 1960) an den Start gebracht hatte. Ein Kupplungsschaden zwang dieses Team zur Aufgabe, doch Wolfgang Linkens nutzte das Interview im Ziel, das im modernen Ersatzfahrzeug erreicht wurde, um die Werbetrommel zu rühren: für das Rheinische Feuerwehrmuseum in Lövenich.

Freude über die Pokale bei der Siegerehrung

Nicht auf Tempo, sondern auf Zuverlässigkeit und Geschicklichkeit kam es wieder an bei der Internationalen Grenzland-Rallye. Auf der Fahrt quer durch den Kreis Heinsberg hatten die Teilnehmer verschiedene Prüfungen zu absolvieren, deren Ergebnisse allesamt in die Wertung einflossen. Und so wurden am Sonntagabend bei der Siegerehrung „open air“ auf dem Markt in Erkelenz nicht die schnellsten, sondern die punktbesten Oldtimerteams geehrt.

Über den Großen Preis der ­Dekra jubelte schließlich ein Team aus Viersen: Bianca und Swen Korsten waren mit ihren Kindern in ­einem Audi 80 LS aus dem Jahr 1975 gestartet und auf dem ersten Platz im Gesamtklassement gelandet. Dekra-Niederlassungsleiter Claus Döbber übereichte die großen Pokale an die Gewinner. Doch noch weitere Pokale gingen an die Viersener, denn zu den Klassensiegern zählte das Team Korsten dann natürlich ebenfalls, und zwar für die Baujahre 1970 bis 1980.

Zu den weiteren Klassensiegern gehörte aber auch ein Team aus dem Kreis Heinsberg: Willy Davids und Heike Slusaczyk hatten im Mercedes-Benz 200 Cabriolet B aus dem Jahr 1935 in der Klasse der ältesten Automobile bis Baujahr 1945 die Motorhaube vorn. Außerdem waren Gerald Neuenhausen und Kirsten Hagelweiss aus Dormagen in einem Volvo 444 DS aus dem Jahr 1953 (Baujahre 1946 bis 1958) und Marian Bronny und Claudia Kowalski-Bronny aus Baesweiler in einem AWE Wartburg 311 Camping aus dem Jahr 1966 (Baujahre 1959 bis 1969) als Klassenbeste erfolgreich.

Senior und Junior aus dem Kreis Heinsberg

Sonderpokale waren von der Volksbank Erkelenz für den ältesten und jüngsten aktiven Teilnehmer im ­Rallyefeld gestiftet worden. Auch diese beiden Cups blieben in heimischen Gefilden: Fritz Schroeders aus Waldfeucht, geboren 1938, steuerte einen Jaguar MK 10 aus dem Jahr 1964 über die Strecke. Roman Alder aus Heinsberg, geboren 1994, pilotierte einen BMW 3200 L aus dem Jahr 1961 sicher ins Ziel. Die beiden Fahrer waren wieder einmal der beste Beweis für die These, dass Oldtimer ein Hobby sind für Jung und Alt.

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