Eine neue Glocke für Hohenbusch

Von: cbo
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Erkelenz. Es wirkt wie eine Oase der Ruhe. Pferde traben über die angrenzende Koppel. Die Morgensonne schickt frühlingshafte Vorboten. Inmitten dieses idyllischen Portraits liegt das ehemalige Kreuzherren-Kloster Hohenbusch.

Ein Ort, der weit über die Erkelenzer Stadtgrenzen anzieht wie ein Magnet. Für den Vorsitzenden des Fördervereins Haus Hohenbusch, Heinz Küppers, ist die Anlage seit Kindheitstagen mit einer ganz besonderen Anziehungskraft verbunden. „Es ist ein Ort für die Sinne, denn man fühlt gleich die mystische Wirkung von Hohenbusch”, kann sich Küppers ein leichtes Lächeln nicht verkneifen. Mit viel Herzblut engagiert er sich um den Erhalt der ehemaligen Klosteranlage. Ab Herbst soll Haus Hohenbusch um eine weitere Attraktion reicher sein.

Vor rund 210 Jahren, am 13. Januar 1802 läutete letztmals die Glocke des Kreuzherrenklosters. Der 2. September soll diese Glocke wieder zum Leben erwecken. Küppers verbindet mit der Installierung einer neuen Glocke einen Wunsch. „Das Glockenläuten soll die Menschen nach Hohenbusch locken.” Um eine nahezu perfekte Nachbildung der alten Glocke zu erreichen, begab sich Küppers auf Spurensuche.

Im angrenzenden Matzerath wurde er fündig und entdeckte eine Glocke, die vor rund drei Jahren für die dortigen Kapelle neu angeschafft worden war. In einer Gießerei in der Eifel soll demnach eine vergleichbare Version mit einem Durchmesser von 430 Millimeter und einem Gewicht von 50 Kilogramm mit dem Ton B entstehen.

Mittlerweile herrscht der reges Treiben auf der Baustelle Hohenbusch. Laut Küppers stehen während des Jahres noch zahlreiche bautechnische Maßnahmen an, über die er auch bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins berichtet hattee. Die Plattierung von Flur und Treppe des Laienbrüderhauses ist nur eine der vielen Arbeiten rund um die ehemalige Klosteranlage.

Der neue Standort der Bronzeglocke ist nach wenigen Metern erreicht. Vor einigen Jahren ist es nämlich gelungen, die Umrisse der Klosterkirche, die infolge der Säkularisation zu Zeiten von Konsul Napoleon 1802 abgebrochen worden ist, wieder zu entdecken. In Form eines Bodendenkmals ist die 30 Meter lange und acht Meter breite Kirche zu sehen, die parallel zum Herrenhaus angesiedelt war.

Ein wenig von den Bäumen abgedeckt lässt die Sonne gerade das Kreuz der Erinnerung in beeindruckendem Glanz erstrahlen. Parallel zum Kreuz soll am Chor der ehemaligen Klosterkirche ein freistehender Glockenstuhl seinen Platz finden. 20 Zentimeter starke Stahlträger bis zu einer Höhe von fast sieben Metern und eine in vier Metern Höhe hängende Glocke soll den neuen Glockenstuhl zieren. Mit Hilfe eines Spezialkrans soll die Bronzeglocke zu ihrem neuen Standort transportiert werden.

Eine Besonderheit fügt Küppers gerne dazu an: „Die Glocke erhält noch zusätzlich das Klosterwappen der Kreuzherren.” Am Sonntag, 2. September, wird dann die offizielle Glockenweihe im Rahmen einer Messfeier mit der katholischen Pfarrgemeinde Sankt Lambertus diesen historischen Kreis schließen.
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