Kreis Heinsberg - Eine Einigung mit Gläubigern ist selten

Eine Einigung mit Gläubigern ist selten

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Kreis Heinsberg. Die Schuldner- und Insolvenzberatung, die die Diakonie in Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt für den Kreis Heinsberg anbietet, präsentierte im evangelischen Gemeindezentrum an der Haagstraße ihren Jahresbericht 2010.

„Die Zahl der Ratsuchenden ist gegenüber den Vorjahren auf hohem Niveau stabil”, wie der Leiter der Beratungsstelle, Wolfgang Meier, erklärte. Insgesamt wurden im vorigen Jahr 1506 Personen beraten, von denen sich 862 erstmals an die Schuldnerberatung gewendet hatten. Erstmals hat aber die Insolvenzberatung die Schuldnerberatung überholt.

Insgesamt 825 Personen wurden im Zusammenhang mit dem Insolvenzantrag beraten. 405 Ratsuchende stellten einen Antrag auf privates Insolvenzverfahren mit anschließender Restschuldbefreiung. In 46 Fällen konnte eine Einigung mit den Gläubigern herbeigeführt werden. „Das ist aber selten”, betonte Meier. Es funktioniere nur, wenn der Schuldner auch ein attraktives Angebot unterbreiten könnte. Dies sei oftmals nicht mehr möglich, weil sich die meisten verschuldeten Menschen zu spät an die Beratungsstelle wendeten. Zuvor werde aus eigenem Antrieb ein Ausweg aus der Schuldenfalle gesucht.

Die Art der Verschuldung hängt oft von den Einkommensverhältnissen ab. So finde man Schulden bei Versandhäusern durch Online-Shopping eher bei Geringverdienern, wohingegen Verschuldungen durch Immobilien eher bei Besserverdienern auftreten. Meist kommen die Ratsuchenden erst, wenn „Not am Mann” ist und man bei der Bank trotz Gehaltseingang kein Geld

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