Eine bewundernswerte Arbeit für krebskranke Kinder

Von: agsb
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27.500 Euro für krebskranke Kinder: Beate Gorissen (v.l.) überreicht den Scheck an Professor Dr. Rolf Mertens und Marlies Hambücker. Foto: agsb

Selfkant-Tüddern. Eine schöne Tradition wird alljährlich im Selfkant fortgeführt: Es ist die Scheckübergabe des Vereins „Kinderhilfe Selfkant“ an den Förderverein der Kinderkrebsstation im Aachener Klinikum. Seit fast 20 Jahren staunt Marlies Hambücker, Vorsitzende des Fördervereins, jedes Mal über die Aktivitäten des Vereins und der Selfkant-Bevölkerung.

Im Bauernmuseum Tüddern wurde am Dienstagabend erneut ein Scheck überreicht, und erneut konnte Marlies Hambücker nur staunen. Als sie die Summe auf dem Scheck sah, musste sie kurz schlucken. 27.500 Euro standen dort notiert, das unglaubliche Ergebnis aus dem Vorjahr mit 25.000 Euro wurde überboten. Es war bisher die größte Summe, die der Verein „Kinderhilfe Selfkant“ an den Förderverein überreichte.

Ebenfalls wurde vom Vorstand Professor Dr. Rolf Mertens von der Kinderkrebsstation begrüßt, seit Jahren dankt er zusammen mit Marlies Hambücker persönlich vor Ort für diese Unterstützung. „Es ist bewundernswert, welche Arbeit hier im Verein geleistet wird. Man merkt, dass dieser Vorstand hinter der Sache steht und kann allerbeste Überzeugungsarbeit leisten, wie notwendig diese Spenden sind. Ansonsten käme eine solche Summe nicht zusammen“, lobte Prof. Dr. Mertens.

Der Förderverein der Kinderkrebsstation möchte unter anderem für die Kinder trotz ihres Leidens eine angenehme Krankenhausatmosphäre schaffen, dazu gehört auch das neue Projekt Spielplatz/Spielgarten. „Jetzt können die Gelder von der Station aus direkt zum Innenhof und Dachgarten auf der siebten Etage gehen“, freute sich Dr. Mertens.

Im Jahre 1998 hatte Günter Bleifeld die Idee, eine Oldie-Musiknacht zugunsten krebskranker Kinder zu organisieren. Eine Interessengemeinschaft wurde gegründet, schnell wuchs hieraus selbst eine kleine Familie. Die erste Oldienacht machte Lust auf mehr, mittlerweile sind die Oldiefeten im Schützenheim Havert der absolute Renner.

Vor einigen Jahren hat sich aus dieser Initiative der Verein „Kinderhilfe Selfkant – Hilfe schwerst- und krebskranker Kinder im Selfkantland“ gegründet. Rund 140.000 Euro wurden durch das Oldie-Team schon gespendet. Am Samstag, 14. März, ist es ab 20 Uhr wieder soweit, dann heißt es zum 18. Mal „Oldies but Goldies“. DJ Günter Bleifeld aus dem einstigen Rustica in Heilder hat wieder seine große Plattensammlung dabei, wobei auch aktuelle Kulthits gewünscht werden können.

An der Spitze des Vereins „Kinderhilfe Selfkant“ steht Beate Gorissen, die ebenfalls seit Beginn der Oldie-Party eine der führenden Personen dieser Aktion ist. Mittlerweile hat der Verein 116 Mitglieder. „Wir können nicht die Krankheit besiegen, aber wir möchten die Eltern und auch die Kinder direkt unterstützen“, sagt Gorissen.

„Viele Eltern sind mit der Situation überfordert, wir möchten helfen – so gut es nur eben geht.“ So konnten Wünsche der betroffenen Kinder erfüllt werden, wobei die Kinderhilfe auch in der Nachbargemeinde Gangelt Kinderwünsche erfüllte und die Familien unterstützte.

Beate Gorissen dankte für viele Spenden. Viele Einzelspenden, unter anderem aus Geburtsfeiern, wurden überreicht, ferner bastelte Josefa Konings Gruß- und Glückwunschkarten und erzielte über 1000 Euro.

Zudem spendeten einige Schulklassen nach eigenen Aktionen. Die Hilfe aus dem Selfkantland ist einfach beeindruckend. Der Verein ist auch selbst sehr aktiv, unter anderem auf dem Nikolausmarkt in Gangelt.

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