Ein Zuviel an Alkohol bringt auf Dauer nichts

Von: Anna Petra Thomas
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Siegerehrung im Kreishaus: Die drei erstplatzierten Gruppen präsentierten ihre Plakate und freuten sich über die Geldpreise für ihre Klassenkassen. Die Wegberger Realschüler staunten zudem nicht schlecht über die ersten fertigen Plakate mit ihrem runden Comic zum Thema Alkoholmissbrauch. Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. Insgesamt 27 Plakate zum Thema Alkoholmissbrauch entstanden im Rahmen ­eines Wettbewerbs, zu dem das Lenkungsgremium „GigA – Gemeinsam initiativ gegen Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen“ in Kooperation mit der Arbeitsgruppe Jugendschutz die Schüler der Klassen acht und neun in den weiterführenden Schulen des Kreises Heinsberg aufgerufen hatte.

Ziel war, ein neues Plakatmotiv für die Kampagne der Arbeitsgruppe Jugendschutz unter dem Motto „Weniger Alkohol“ zu finden – und für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu sensibilisieren.

Den ersten Preis in diesem Wettbewerb sicherte sich die Klasse 8a der Realschule Wegberg mit einem kreisrunden Comic zum Thema Alkoholmissbrauch. Sie durfte sich über 300 Euro für die Klassenkasse freuen.

Der zweite Preis (200 Euro) ging an die Klasse 8NW1 der Realschule Heinsberg mit dem Thema „Voll benebelt“. Platz drei sicherte sich die Klasse 8SW1 der Europaschule Erkelenz unter dem Titel „Volle Kanne“.

Weitere Plakate kamen auch aus der Realschule Ratheim, der Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Hauptschule Ratheim, der Peter-Jordan-Schule Hückelhoven, der Gemeinschaftshauptschule Erkelenz und dem Bischöflichen Gymnasium St. Ursula Geilenkirchen.

Nach der Auswahl der Siegerplakate durch eine Jury erfolgte die Übergabe von Geldpreisen für die jeweiligen Klassenkassen im großen Sitzungssaal des Heinsberger Kreishauses. „Sich gedankenlos betrinken ist nicht schwer, kann aber schwere Folgen haben“, betonte Landrat Stephan Pusch in seinem Grußwort.

Bei „GigA“ gehe es nicht darum, den erwachsenen Zeigefinger zu heben, sondern um die Erkenntnis bei Schülerinnen und Schülern, dass ein Zuviel an Alkohol auf Dauer nichts bringe. „Und dass Ihr, wenn Ihr das erkannt habt, Vorbilder für eure Mitschülerinnen und Mitschüler seid.“

Der Plakatwettbewerb, in dem viele gute Ideen entwickelt worden seien, sei dazu ein erster Schritt. Sein Dank und der von Ilona van Halbeek als der zuständigen Suchtprophylaxe-Mitarbeiterin im Kreisgesundheitsamt ging an zwei Vertreterinnen des Landschaftsverbandes Rheinland, die das Projekt begleitet hatten, und an das Nahverkehrsunternehmen West Energie und Verkehr. In dessen Linienbussen werden die Plakate mit dem Siegermotiv jetzt ausgehängt.

„Ich habe Eure Kreativität zu diesem schwierigen Thema bewundert“, sagte der Landrat. Da sie von Jugendlichen gestaltet worden seien, hätten sie eine große Glaubwürdigkeit, sie seien „authentisch“. Allerdings sei auch dieser Plakatwettbewerb nur ein weiterer Mosaikstein. Nach wie vor gebe es im Bereich der Suchtprävention viel zu tun. Dabei müsse man eben ein bisschen der Methode folgen, dass steter Tropfen den Stein höhle.

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