Erkelenz - Ein Wechsel an der Spitze des Finanzamtes

Ein Wechsel an der Spitze des Finanzamtes

Von: kl
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Ralf Brochhaus(l.) wurde im Alten Rathaus von Erkelenz in einer Feierstunde verabschiedet und Michael Bungartz als sein Nachfolger beim Finanzamt Erkelenz eingeführt. Foto: Koenigs

Erkelenz. Der Wechsel an der Spitze des Erkelenzer Finanzamtes erfolgt in großer Harmonie. Der Leitende Regierungsdirektor Ralf Brochhaus verlässt das Amt in Richtung Geilenkirchen, Regierungsdirektor Michael Bungartz als sein Nachfolger kommt von Jülich nach Erkelenz.

Lobende Worte gab es für beide bei einer Feier im Alten Rathaus am Freitag. Beide seien zwar unterschiedliche Typen, aber beide seien sie auf ihre Art „stilbildend”, meinte Oberfinanzpräsident Ulrich Müting in seiner Ansprache zu Abschied und Begrüßung. Brochhaus sei ein „analytisch denkender, sorgfältig entscheidender Kollege”, Bungartz ein „außerordentlich intelligenter Kopf mit klaren Vorstellungen, kein Konformist, sondern eine Führungskraft mit Profil”.

Nicht nur Müting lobte die außerordentliche Leistung von Brochhaus in Erkelenz, sondern auch Regierungsdirektor Karl-Heinz Günther, der ständige Vertreter des Vorstehers.

Dabei machte er den Erfolg nicht an den Zahlen fest, obwohl auch diese beachtlich sind: Das Steueraufkommen des Finanzamtes Erkelenz betrug im vergangenen Jahr rund 309 Millionen Euro. Für rund 150 Mitarbeiter trug Brochhaus Verantwortung. Und auch die Zusammenarbeit mit den Steuerpflichtigen sei hervorzuheben. „Wir haben in Erkelenz einen problemlosen Umgang miteinander und eine ergebnisorientierte Streitkultur entwickelt”, so Günther

Brochhaus habe es geschafft, die personellen und inhaltlichen Strukturen im Erkelenzer Finanzamt grundlegend zu verändern, so dass trotz der angespannten Personallage ein wirkungsvolleres Arbeiten möglich wurde. „Fakt ist, dass die personelle Ausstattung nicht optimal ist.” Durch die von Brochhaus geschaffene dreigeteilte Veranlagungsabteilung sei es aber möglich geworden, mit der Klasse der Mitarbeiter der Masse der Steuerfälle in angemessener Weise Herr zu werden. „Fakt ist auch, dass wir in absehbarer Zukunft nicht mit einer Personalaufstockung rechnen können”, machte Günther deutlich. Insofern habe Brochhaus die Behörde mit der Optimierung der Arbeitskräfte auch ein Stück zukunftssicher gemacht.

Brochhaus verlässt Erkelenz zum zweiten Mal. Bereits von 1980 bis 1986 war er hier tätig, bevor er 2009 vor Jahren die Vorsteherfunktion übernahm. Dass seine Zeit in Erkelenz nicht von Dauer sein würde, war allen klar, obwohl die dreieinviertel Jahre für ihn schon ein relativ lange Zeitspanne sind. Immerhin war er in 26 Dienstjahren in zehn verschiedenen Funktionen in verschiedenen Ämtern tätig, wie Müting erläuterte. Brochhaus, der in Herzogenrath wohnt, nutzte seine Zeit in Erkelenz effektiv und wechselt nun fast schon planmäßig nach Geilenkirchen. Zwar durchaus gerne, wie er sagte, aber auch mit etwas Wehmut. Immerhin habe er in Erkelenz eine gute Zeit verlebt in einem gut geführten Haus mit engagierten Kollegen.

Zum zweiten Mal

Müting munterte ihn auf mit der Bemerkung, Brochhaus bleibe im „Kreise der liebenswerten Menschen im Kreis Heinsberg” und finde in Geilenkirchen ein durchaus vergleichbares Finanzamt vor.

Auch für Bungartz ist Erkelenz zum zweiten Mal eine Station in seiner Karriere. Der 53-Jährige war bereits von 1994 bis 1999 als Stellvertreter des Vorstehers im Finanzamt tätig. Er sei ein „alter Bekannter” und „ein erprobter Vorsteher” lobte ihn Müting. Für den Oberfinanzpräsidenten ist dieser Wechsel ein Beleg für die Lebendigkeit und die Vielfalt der Finanzbehörde. „Dieser Wechsel spricht für die Aktivitätsvielfalt und die Qualität vor Ort”, meinte er in Anbetracht der beiden unterschiedlichen Regierungsdirektoren.

„Ich bin froh, wieder da zu sein”, meinte Bungartz unverhohlen. Er freue sich riesig, nach rund 14 Jahren wieder in Erkelenz arbeiten zu können, zumal er noch viele der Kollegen kenne.
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