Hückelhoven - Ein Tag ohne Strom ist völlig undenkbar

Ein Tag ohne Strom ist völlig undenkbar

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Hans Stenzel erläuterte denJugendlichen die Stromproblemaitk am Rande des Tagebaus Inden.

Hückelhoven. Eine Tagestour der anderen Art hat auf dem Ferienprogramm der Ministranten aus Hückelhoven gestanden. Im Rahmen ihres jährlichen Ferienlagers starteten sie mit dem Reisebus am Kreisjugendzeltplatz in Brachelen.

Mit dabei waren 15 jugendliche Gäste aus Breteuil-sur-Iton in der Normandie, der französischen Partnerstadt Hückelhovens. Als fachkundige Reiseleiter wirkten Hans Stenzel, der Mitweltbeauftragter des evangelischen Kirchenkreises Jülich, und Reiner Lövenich, Jugendbeauftragter und Kirchlicher Umweltberater im FKU mit.

Als Input zählten die Jugendlichen ihren täglichen Strombedarf auf: Licht, Kaffeemaschine, Ladegerät für Handy und MP3-Player, Fernseher, PC, warmes Wasser, Mittagessen und so weiter. Ein Tag ohne Strom, für sie völlig undenkbar.

Und dann ging sie los, die Tour zu den Wurzeln ihres Stroms. Halte- und Erlebnisstationen waren der Aussichtspunkt am Braunkohletagebau Inden, der Umsiedlungsort Alt-Pier mit der leeren Kirche, Neu Inden/Altdorf mit dem modernen Pfarrzentrum und der sogenannte Indemann als Aussichtspunkt am Tagebau Inden.

Zu Beginn war es die Faszination für das 20 Quadratkilometer große und bis zu 200 Meter tiefe Loch mit seiner imposanten Technik, die die Jugendlichen in ihren Bann zog. Spätestens nach der Fahrt durch den verlassenen Ort Pier und die Eindrücke und Schilderungen in der bereits entwidmeten Pfarrkirche, kam auch ein erstes Nachdenken auf: Damit ich Strom habe, verlieren hier Kinder und Jugendliche ihre Heimat.

Zusammen mit den Erläuterungen der beiden kirchlichen Umweltberater gab dann der Indemann zum Abschluss einen Blick „frei” auf die Auswirkungen der Stromgewinnung durch Braunkohle, die in den vorgefundenen Ausstellungen nicht enthalten sind: Klimakiller CO2, Verlust von Heimat, Grundwasserproblematik, Belästigung durch Schmutz und Lärm der Anwohner, Restseeproblematik und anderes mehr. Erste Alternativen wurden aus der Gruppe schnell genannt: Strom sparen und Strom aus erneuerbaren Energien nutzen.
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