Ein riesiges Spektrum an Bildungsgängen gezeigt

Von: mabie
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Geilenkirchens Bürgermeister Georg Schmitz (r.) drehte sich im Beisein von Kreishandwerkerschaft-Hauptgeschäftsführer Dr. Michael Vondenhoff (M.) und Edwin Mönius (l.) als Obermeister der Bäcker-Innung selbst einen Strick – aber nur aus Hefeteig. Foto: Markus Bienwald
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Die Maler-Innung war mit einem eigenen Stand zum Ausprobieren mit am Start. Foto: Markus Bienwald

Kreis Heinsberg. Richtig voll war es am Samstag rund um die beiden Berufskollegs am Berliner Ring. Und das schon kurz vor der offiziellen Startzeit des Infotages: So standen die Besucher schon um kurz vor halb neun in einer wachsenden Schlange vor der Eingangstür.

Als die sich öffnete, ebbte der Besucherstrom aber nicht etwa ab. Er blieb wohl den ganzen Vormittag über, an dem die in Geilenkirchen ansässigen Berufskollegs Wirtschaft (BKW) und Ernährung, Sozialwesen, Technik (EST) des Kreises Heinsberg gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft Heinsberg zu einem Markt der Möglichkeiten einluden.

„Man erlebt das Handwerk live“, sagte Rolf-Dieter Crott vom Berufskolleg EST, der sich freute, dass die Kreishandwerkerschaft wieder als Partner mit im Boot saß. Dass sich eine Etage höher auch Geilenkirchens Bürgermeister Georg Schmitz bei seiner Stippvisite im Beisein vom Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Dr. Michael Vondenhoff, und von Bäcker-Obermeister Edwin Mönius in die Kunst des Hefezopf-Flechtens einführen ließ, war da nur eine schöne Randnotiz. Viel wichtiger war der große Zustrom junger Besucher, die in Gruppen, auch in Begleitung ihrer Erziehungsberechtigten, aber immer zielgerichtet ins Foyer strömten, um sich an den vielen Ständen bei den vielen anwesenden Fachleuten zu informieren.

Viele Infostände

Und da war einiges geboten, denn überall gab es etwas zu sehen. Neben den vielen Infoständen im weitläufigen Foyer des Schulkomplexes, hatten sich die Handwerksbetriebe und die einzelnen Fachrichtungen in den Pausenräumen mit eigenen Ständen auf interessierte Besucher eingestellt. Bei den Malern durfte beispielsweise selbst Hand angelegt und mit vorhandenem Material der Kreativität, aber auch dem Fingerspitzengefühl freien Lauf gelassen werden.

Späne flogen nebenan bei den Tischlern, während die Maurer gegenüber im trockenen und windgeschützten Inneren an für sie ungewöhnlichem Ort im Inneren des Gebäudes eine kleine Mauer hochzogen. Dazu gab es Unterrichtsbesuche samt Führungen durch den riesigen Gebäudeverbund, die Auflistung der vielen möglichen Schulabschlüsse und Kombinationen mit einer Ausbildung oder Praktika.

Der Termin war ganz bewusst gewählt, wie Rolf-Dieter Crott erklärte: „An diesem Tag beginnt die einmonatige Anmeldefrist für unsere beiden Berufskollegs. So ist es ideal, wenn sich die Jugendlichen hier schon einmal einen Überblick verschaffen können.“ Die im Verbund mit der Kreishandwerkerschaft am Schulstandort angebotenen handwerklichen Ausbildungszweige boten laut Hauptgeschäftsführer Vondenhoff von der Kreishandwerkerschaft „eine gute Gelegenheit, die Entscheidung für den Berufseinstieg in die Hand zu nehmen“.

Die Angebote der Berufskollegs und des Handwerks standen aber nicht in Konkurrenz zueinander, sondern sorgten für ein möglichst breit aufgestelltes Spektrum. „Wir halten beim Tag der Offenen Tür die Hemmschwelle niedrig, sich über die schulischen Möglichkeiten zu informieren“, so BKW-Schulleiterin Gabriele Kaspers.

Fast unüberschaubar

Die Angebote scheinen auf den ersten Blick fast unüberschaubar, bietet doch die Kombination beider Schulen und der schulischen Teile der Handwerksausbildung das Spektrum aller Schulabschlüsse der Sekundarstufen I und II vom Hauptschulabschluss bis zur Fachhochschulreife über die Allgemeine Hochschulreife bis zu Angeboten für die Meister von Morgen an. Neu am BKW ist dabei die Fachoberschule Klasse 13 (FOS 13), die mit Fachhochschulreife und abgeschlossener Ausbildung das Abitur in weniger als einem Jahr erreichbar werden lässt.

Solche Innovationen brauchen Erklärung, aber im Zusammenspiel erfahrener Pädagogen und Ausbildungsleiter war das kein Problem. Das umfassende Angebot und die Gelegenheit, mit Azubis oder Schülern über die Chancen eines Studienganges oder eines Ausbildungsberufes zu sprechen, war ein weiterer Pluspunkt des Tages. Die Kooperation mit der Agentur für Arbeit, die mit ihrer Beratung auch vor Ort war, rundete das Gebotene schließlich auch für die vielleicht etwas weniger zielorientierten Besucher ab.

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