Ein Kreis kämpft gegen den Schlaganfall

Von: defi
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Der „Tag des Schlaganfalls“ war bei den Therapeuten Zilan Yazdani-Bosheri und Nicole Kroes, Dr. Karl-Heinz Feldhoff (Leiter Gesundheitsamt), Wolfgang Sommer (Alzheimer Gesellschaft) sowie den Therapeuten Sylvia Vluggen und Esther Müller (v.l.n.r.) in guten Händen. Foto: defi
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Dr. Christian Isensee, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Hermann-Josef-Krankenhaus Erkelenz, informierte über den Schlaganfall. Foto: defi

Kreis Heinsberg. Enttabuisierung des Themas Alzheimer und Hilfen für die Angehörigen, dies seien die anstehenden Aufgaben, so Dr. Christian Isensee, Vorsitzender der Alzheimer-Gesellschaft im Kreis Heinsberg.

Einen Beitrag zur Bewältigung dieser Aufgaben mit dem Ziel, Alzheimer-Erkrankten und ihren Angehörigen ein besseres Leben zu ermöglichen, leisten die Alzheimertage 2014.

Als Rahmen der Auftaktveranstaltung zu dieser 30 Termine umfassenden Veranstaltungsreihe, die noch bis zum 4. Oktober kreisweit angeboten wird, wählten die Veranstalter, das Demenz-Servicezentrum Regio Aachen/Eifel der Verbraucherzen-trale NRW, die Stabsstelle Demografischer Wandel und Sozialplanung des Kreises Heinsberg und die Alzheimer-Gesellschaft Kreis Heinsberg, den „Tag des Schlaganfalls“, der im Kreishaus Heinsberg stattfand.

Das Therapeutenteam „Hand in Hand“ (Nicole Kroes, Esther Müller, Sylvia Vluggen und Zilan Yazdani-Bosheri) ist federführend beim „Tag des Schlaganfalls“ und kooperiert bei der Umsetzung mit der Kommunalen Gesundheitskonferenz.

Dr. Karl-Heinz Feldhoff, Leiter des Gesundheitsamtes Heinsberg, konnte zum „Tag des Schlaganfalls“ im Kreishaus so viele Besucher willkommen heißen, dass die Veranstalter freudig überrascht waren.

Die Stühle im großen Sitzungssaal reichten kaum aus, als Dr. Christian Isensee, diesmal in seiner Funktion als Chefarzt der Klinik für Neurologie, Geriatrie und Palliativmedizin am Hermann-Josef-Krankenhaus Erkelenz, sein Referat zum Thema „Schlaganfall – von der Lyse zur Frühhabilitation“ hielt.

In Industrieländern liege der Schlaganfall bei der Sterbestatistik an dritter Stelle, so Dr. Christian Isensee. Der Faktor „Door to needle“, die Zeit von der Türschwelle des Patienten bis zur Einführung der Medizin über die Nadel, sei entscheidend für den weiteren Krankheitsverlauf und für eine Fortführung des Lebens nahe des gewohnten.

Dr. Isensee: „Die Speerspitze der Behandlung ist die Stroke Unit.“ Eine solche Stroke Unit (Spezialstationen auf denen Schlaganfall-Betroffene in den ersten Tagen nach ihrem Schlaganfall betreut werden) wolle man am Hermann-Josef-Krankenhaus Erkelenz realisieren. Vier Stroke-Unit-Betten seien im Rahmen der Gründung einer Hauptfachabteilung Neurologie am Erkelenzer Krankenhaus vorgesehen.

Schon vor Abschluss der notwendigen Bauarbeiten im Frühjahr 2016 sei eine Teilinbetriebnahme insbesondere der Stroke Unit für Ende Oktober 2014 geplant. Zum Thema Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht referierten Dr. med. Heinz-Peter Mertens, Chefarzt Innere Medizin am Krankenhaus Heinsberg, und der Heinsberger Rechtsanwalt Hans-Oskar Jülicher.

Helmut Krause, Diplom-Ergotherapeut aus Meerbusch, informierte die Besucher über Möglichkeiten, die Auswirkungen eines Schlaganfalls nachhaltig von der stationären Rehabilitation bis zum Eigentraining zu Hause zu behandeln.

Zahlreiche Aussteller präsentierten anschaulich, welche Hilfen bei einem Schlaganfall möglich sind. Das Thema Alzheimer griff das Theaterstück „Vergessen und versunken“ des Rijdend Theater Limburg auf.

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