Gangelt/Selfkant - Ein „Hausputz” zum Mitmachen

Ein „Hausputz” zum Mitmachen

Von: Wilfried Rhein
Letzte Aktualisierung:
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Ideengeber, Ausführende und die von der Aktion erfreuten Bürgermeister: (v.l.) Bernhard Tholen, Maria Jacobs, Heinz-Josef Schrammen, Nadejda Pondeva, Herbert Corsten sowie André Mobers.

Gangelt/Selfkant. Der Selfkant will aufräumen. Dort, wo Ort- und Landschaften durch so genannten wilden Müll verschandelt werden, sollen am Samstag, 6. März, diejenigen anpacken, die das sympathische, einladende Bild der Region erhalten möchten. „Und das betrifft sicherlich alle Einwohner und gesellschaftliche Gruppen.”

Das vermuten nicht nur die drei Bürgermeister der Selfkantgemeinden. Das wird ihnen sogar aus der Bürgerschaft bestätigt. Aufgefordert, Vorschläge zur Fortsetzung der Aktion „Der Selfkant sucht die Superidee” einzubringen, meldete sich beispielsweise Maria Jacobs aus Süsterseel. Ihr Appell ist nicht neu, aber die Verantwortlichen des Selfkant-Zweckverbands schätzen die möglichen positiven Auswirkungen hoch ein: in konzertierter Aktion anpacken und „den Selfkant herausputzen”.

So war auch der Arbeitstitel des Premieren-Projekts geboren, das Bernhard Tholen (Gangelt), Herbert Corsten (Selfkant) und Heinz-Josef Schrammen (Waldfeucht) als Bürgermeister ihrer Gemeinden erläuterten. In grundsätzlichen Zügen - und in Absprache mit sämtlichen Ortsvorstehern - hatten das Unterfangen bereits André Mobers (Geschäftsführer des Zweckverbands Der Selfkant) sowie Nadejda Pondeva (Lokale Aktionsgruppe im Zweckverband) vorbereitet, wie sie am Mittwoch in Gangelt erläuterten. Maria Jacobs, geboren in Eindhoven und seit fünf Jahren Süsterseelerin, bringt es auf den Punkt: „Müll zieht Müll an.” Deshalb will sie - auch im persönlichen Einsatz - etwas gegen die willkürliche Verschmutzung tun. „Schauen Sie mal auf den eigenen Bürgersteig”, rät sie zur Initiative. Ähnlich hatte sich auch Philipp Stelten aus Waldfeucht an den Zweckverband gewandt. Die Ideengeber sind überzeugt: „Schon kleinste Initiativen helfen gegen den wilden Müll.”

Und wenn man über die privaten Kräfte hinaus noch Vereine, Schulen, Sportgruppen und andere „Mitmacher” einbindet? „Dann hätten wir es geschafft, bürgerschaftliches Engagement für eine gemeinsame Sachen zu bündeln”, freut sich Herbert Corsten im Vorgefühl des Erfolgs. „Wir müssen das Empfinden dafür wecken, dass unsere Orte sauber sein sollen”, sagt Bernhard Tholen. „Unsere Gäste im Selfkant achten auf Sauberkeit, dafür müssen wir auch etwas leisten.” Der Gangelter Bürgermeister spricht auf die Zivilcourage an, die bei kleineren Fällen von Umweltverschmutzung nützlich sein kann: „Oft reicht eine persönliche Aufforderung an den Verursacher. Es muss nicht immer eine Anzeige bei der Behörde sein.” Die Menschen ein wenig „für die Sauberkeit sensibilisieren”, das scheint auch für Heinz-Josef Schrammen ein guter Weg zu sein. Wer Müllsammelaktionen erlebt habe, der wundere sich über die gewaltigen Mengen an Abfall, die da zusammenkommen. „Danach bewegt man sich mit wacheren Augen durch die Gegend”, glaubt der Waldfeuchter Bürgermeister.

Das kann schon im Kindesalter beginnen, weiß André Mobers. Aus diesem Grund erarbeitet er noch Material, um die Aktion zum 6. März als Basis für Projektwochen an Schulen anzubieten. „Ein gutes Beispiel für den Landschaftsschutz in unserer herrlichen Region”, erkennt Nadejda Pondeva das Potenzial das Projekt. Worin natürlich auch ein touristischer Effekt zu erkennen ist. „Wir möchten die Aktion aber nicht über die Gemeindeämter befeuern”, betont Herbert Corsten. „Das Problem soll bei allen gesellschaftlichen Gruppen vertieft werden.”
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