Ein Hauch von Asien weht durch die Aula

Von: cbo
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Verlockende Düfte waberten du
Verlockende Düfte waberten durch die Mehrzweckhalle und zogen die Besucher magisch an. In diesem Fall handelte es sich um russische Spezialitäten. Foto: Sommer

Hückelhoven. Ein Hauch von Asien wehte durch die Mehrzweckhalle des Hückelhovener Gymnasiums. Auf der Bühne hatte sich der Nachwuchs des Taekwondo-Vereins „Han Kook” versammelt und präsentierte den zahlreichen Besuchern koreanische Kampfkunst in Form einer Schlagpolsterübung.

Dahinter verbirgt sich der Versuch, seine gesamte körperliche Kraft auszuleben, aber vorher durch verbale Techniken eine Deeskalation zu ermöglichen. Daher bietet Taekwondo gleichzeitig die Möglichkeit, sich durch sportliche Betätigung zu integrieren und respektvoll miteinander umzugehen. Der Auftritt von „Han Kook” war nur ein Teil des Programms beim großen Fest der Kulturen in Hückelhoven. Zum zweiten Mal fand diese Veranstaltung unter dem Motto „Hückelhoven verbindet” statt.

Charakteristisch für die Stadt

86 Nationen nennen die ehemalige Zechenstadt ihr Zuhause. Dieses multikulturelle Zusammenleben, das charakteristisch für Hückelhoven ist, wurde an diesem Wochenende gefeiert. Zahlreiche Besucher ließen es sich trotz des sonnigen Frühlingswetters nicht nehmen, in der Aula und Mehrzweckhalle des Hückelhovener Gymnasiums dieses besondere Ereignis zu zelebrieren.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Sport, der ideale Voraussetzungen für die Integration verschiedener Kulturen biete. Sati Tavsan, der Leiter des Interkulturellen Zentrums in Hückelhoven, zeigte sich begeistert: „Sport ist das beste Mittel, um verschiedene Kulturen zu verbinden.” Zahlreiche Infostände und Mitmachaktionen lockten ins Foyer der Aula. Auf einem Dame-Spielbrett wurden gerade wieder an den beiden gegenüberliegenden Seiten Damesteine aufgestellt. „Tschapajew” nennt sich dieses russische Spiel, bei dem ein Spieler versucht, durch Schnipsen mit dem Zeigefinger, mit seinen Steinen die des Gegners vom Spielfeld zu stoßen, ohne die eigenen zu verlieren.

Über 50 Vereine und Institutionen aus dem Hückelhovener Stadtgebiet sorgten für internationales Flair. Beim Rundgang durch die Mehrzweckhalle wurde das multikulturelle Miteinander noch deutlicher, denn die prägnanten kulinarischen Genüsse wehten den Besuchern in die Nase. Ob „Manti”, wohinter sich türkische Knödel verbergen, die aus einer Mischung von Lamm oder Hackfleisch bestehen und in einem Wrapper-Teig gekocht werden, oder „Tulumba”, ein Nachtisch, der nicht nur in der Türkei, sondern auch in Griechenland, Albanien und Bulgarien beliebt ist, den landestypischen Köstlichkeiten waren keine Grenzen gesetzt.

Auf der Bühne kam neben sportlichen Darbietungen auch der Humor nicht zu kurz. Als eine der Hauptattraktionen begeisterte Murat Isboga mit seiner Sport-Comedy-Show.

Natürlich soll dieses Fest auch Nachhaltigkeit bewirken. Sati Tavsan führt dazu stellvertretend für alle in Hückelhoven lebenden Nationen aus, dass dieses Fest den Zusammenhalt und auch die Gemeinsamkeiten zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen stärken soll. Einen besonderen Dank richtete Tavsan dabei an den Integrationsbeauftragten Heinz-Josef Schmitz und Hückelhovens Bürgermeister Bernd Jansen, die federführend für das positive Zusammenleben der verschiedenen Kulturen in der ehemaligen Zechenstadt stehen.
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