Ein funkgestütztes WLAN-Netz für Waldfeucht?

Von: Franz Severins
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Über die Erneuerung des Schul
Über die Erneuerung des Schulhofes in Bocket wird erst in der Ratssitzung entschieden, denn der Ausschussvorsitzder Schröders strich diesen Punkt in der Bau-und Planungsausschusssitzung wegen eines Verfahrensfehler von der Tagesordnung. Foto: Severins

Waldfeucht. Die Bau- und Planungsausschusssitzung der Gemeinde Waldfeucht wäre fast in einem Eklat geendet, nachdem der Ausschussvorsitzende Heinz-Willi Schröders den Tagesordnungspunkt Erneuerung des Schulhofes „Alte Schule Bocket” - wegen Missachtung des Leitfadens kurzerhand von der Tagesordnung strich. Staunende Blicke gab es dann aber bei der Vorstellung einer neuen Internet-Zugangstechnik.

Genau diesen hatte der Rat im April des letzten Jahres verabschiedet, der Leitfaden sollte bei Baumaßnahmen der Gemeinde Waldfeucht in Zusammenarbeit beziehungsweise auf Veranlassung von Ortsvereinen auf oder an gemeindlichen Grundstücken und Gebäuden Anwendung finden.

Für den Ausschussvorsitzenden Schröders stand eindeutig fest, dass der Leitfaden nicht beachtet worden sei. Er sagte, dass er deshalb für ihn auf der Tagesordnungspunkt nicht behandelbar sei. Und das, obwohl für die Gemeinde Waldfeucht keinerlei Kosten für die Erneuerung des Schulhofes in Bocket entstanden wären. Einige Sponsoren hatten sich für die Baumaßnahme gefunden.

Trotzdem ließ Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen des lieben Friedens willen die Streichung des Tagesordnungspunktes mürrisch zu. Nun soll ohne Beratung hierüber im Rat beschlossen werden.

Die erhitzten Gemüter beruhigten sich erst wieder, als Dr. Rothe von der AlphaAir Optronic GmbH in seinem Vortrag die satellitengestützte Internetversorgung Namens „Wibaxx” vorstellte. Sie soll eine funktechnische Realisierung des drahtlosen stationären, portablen und mobilen Zugangs zu den modernen Informations- und Kommunikationsdiensten gewährleisten.

Das Netz basiert auf einer Wibaxx-Funkzelle, diese kann eine Fläche von 30 Quadratkilometern abdecken, die in bis zu acht Sektoren unterteilt sind. Der Endkunde empfängt die Daten und Informationen nicht direkt von der Funkzelle, sondern von einem sogenannten Hotspot, welcher seine Funkwellen in einem Radius von 500 Meter sendet. Es müssten einige dieser eimergroßen Hotspots installiert werden, um beispielsweise die gesamte Gemeindefläche in Waldfeucht abzudecken.

Die Übertragungsgeschwindigkeit liegt zurzeit bei 54 Mbit pro Sekunden. Mit einer WLAN-Karte kann sich der Benutzer im Versorgungsbereich des Hotspots frei bewegen, so dass für den Zugang ins Internet kein Festnetz-ISDN oder DSL-Anschluss erforderlich wäre. Alles in allem erntete Dr. Rothe viele staunende Blicke - nicht nur aus den Reihen der Ausschussmitglieder.

Auf Nachfrage unserer Zeitung meinte Fachbereichsleiter Bauen, Herbert Thißen, dass trotzdem ein neutraler Sachkundiger zu dieser Thematik befragt werden soll.

Ob nun in der Gemeinde Waldfeucht letztlich eine kabelgebundene oder eine auf Funk basierende Technik zur Verbesserung der DSL-Versorgung beitragen soll, steht sprichwörtlich noch in den Sternen.
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