Hückelhoven - Ein Feuerteufel wütet im leeren Gebäude

Ein Feuerteufel wütet im leeren Gebäude

Von: koe
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Erneut  brannte es gestern im
Erneut brannte es gestern im ehemaligen Möbelhaus Bitter. Die Parkhofstraße wurde vorübergehend gesperrt, da Gefahr vom Dach des ehemaligen Möbelhauses Foto: Koenigs

Hückelhoven. Ein „kleiner Feuerteufel”, so Wehrleiter Norbert Houben, verschafft der Freiwilligen Feuerwehr in Hückelhoven unnötige Arbeit. Bereits zum vierten Mal wurde am Donnerstag vorsätzlich ein Brand im leeren Möbelhaus Bitter an der Parkhofstraße, das ohnehin vor dem Abriss steht, gelegt. Einmal war außerdem ein leeres Wohnhaus Tatort gewesen.

Bereits am 14. August und am 10. September kam es zu Bränden. Die damaligen Ermittlungen hatten ergeben, dass Unbekannte Sperrmüll und Unrat anzündeten. Vor drei Tagen, am 11. Oktober, habe der Brandstifter bei dem dritten Anschlag in diesem Objekt den Brandsatz an einer Stelle angebracht, die leicht zu löschen war, so Houben. Am Donnerstag habe er den Brand derart postiert, dass die Flammen im Holzgebälk der Dachkonstruktion Nahrung fanden.

Auch die Polizei geht wieder von Brandstiftung aus. Hierzu dauern die Untersuchungen der Brandermittler an.

Um 6 Uhr hatte eine Zeugin das Feuer entdeckt. Um 6.06 Uhr war die Freiwillige Feuerwehr Hückelhoven mit den Löschzügen I und II bereits an der Brandstelle. „Das Feuer hatten wir relativ schnell unter Kontrolle”, berichtete Houben, der als Einsatzleiter die mehr als 30 Einsatzkräfte führte.

Abrissbagger

Die Sicherung des Brandortes und die Aufräumarbeiten nahmen erheblich mehr Zeit in Anspruch. Erst gegen 8.30 Uhr konnte die Wehr abziehen. Die Parkhofstraße blieb in diesem Bereich zunächst gesperrt. Auf Grund der entstandenen Schäden mussten in dem bereits entkernten Gebäude Abrissbagger eingesetzt werden. Erst ab 10.45 Uhr konnte die Straße wieder durchgängig befahren werden.

Personen kamen nicht zu Schaden. Dennoch warnt Houben davor, die Brandstiftungen zu verharmlosen. „Nebenan gibt es eine Apotheke, die erhalten bleibt”, mahnt Houben. Sie müsse geschützt werden. Deshalb soll eine Brandschneise geschaffen werden, damit Flammen nicht übergreifen können.

Zur Klärung aller Vorfälle sucht die Polizei weiter nach Personen, die mit den Bränden in Verbindung stehen könnten oder Hinweise zu möglichen Tätern geben könnten.Da der Abriss an der Parkhofstraße noch geraume Zeit in Anspruch nehmen wird, weist die Polizei eindringlich darauf hin, dass dieser Komplex einsturzgefährdet ist.

Dennoch hätten sich schon mehrfach Personen unbefugt in diesem Bereich aufgehalten.

Auch dazu erbittet die Polizei Informationen an das Kriminalkommissariat 11/31 in Heinsberg unter Tel. 02451/9200.
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