Ein erfolgreiches Jahr 2015 für die Sparkasse

Von: disch
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Kreis Heinsberg. „Als Sparkasse leben wir besondere Kundennähe und übernehmen Verantwortung mit der über 200 Jahre alten Sparkassen-Idee. Unsere Kunden vertrauen unseren Mitarbeitern und dem regionalen Geschäftsmodell. Dafür danken wir ihnen herzlich.

Ihr Vertrauen ist unser Ansporn. Tag für Tag.“ Dies sagte Thomas Pennartz, der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Heinsberg, am Donnerstag bei der Bilanz-Pressekonferenz in der KSK-Hauptstelle in Erkelenz.

Zufrieden blickte der Sparkassendirektor auf die geschäftliche Entwicklung des Geldinstituts in 2015 und auf „ein gutes und erfolgreiches Jahr für unser Haus“ zurück. Die Sparkasse verzeichnete Wachstum sowohl bei Krediten (plus 46,3 Millionen Euro oder 1,9 Prozent auf 2,534 Milliarden Euro) als auch bei Kundeneinlagen (plus 32,6 Millionen Euro oder 1,6 Prozent auf 2,088 Milliarden Euro). Die Bilanzsumme stieg um 66 Millionen Euro oder 2,2 Prozent auf 3,127 Milliarden Euro an.

Was alles hinter den Geschäften der Kreissparkasse steht, machte Pennartz an diesen Zahlen deutlich: mehr als 150 000 Kunden, rund 109 000 Girokonten, 145 000 Kunden- und Kreditkarten sowie 3,3 Millionen Kassenposten, davon 2,76 Millionen Nutzungen der Geldautomaten.

Am Anstieg der Termin- und Sichteinlagen um 74,6 Millionen Euro sowie der Spareinlagen um 16,4 Millionen Euro machte Dr. Richard Nouvertné, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende, den Trend fest, dass die Deutschen keine Zinsjäger seien. „Dennoch müssen unsere Kunden das niedrige Zinsniveau nicht einfach so akzeptieren“, meinte Nouvertné, denn die Deka-Bank, das Wertpapierhaus der Sparkassen, biete ein breites Spektrum an Anlagemöglichkeiten; wobei er hinzufügte, da würden Risiken bestehen, aber eben auch Chancen.

„Die Einlagen unserer Kunden stellen wir fast ausschließlich für regionale Investitions­zwecke bereit“, betonte Nouvertné. Dabei sei eine verantwortungsbewusste Kreditvergabe selbstverständlich. Stark zugenommen hätten die Kredite an Privatpersonen – vor allem für den Immobilienerwerb – mit einem Plus von 27,6 Millionen Euro. 166 Kunden hätten sich über die S-Immobilien GmbH den Traum vom Eigenheim erfüllt. Aber auch die Betreuung und Finanzierung der mittelständischen Wirtschaft sei Kerngeschäft der Sparkasse. Bei Firmenkunden und Selbstständigen habe das Kreditwachstum rund 20 Millionen Euro betragen. Dies habe dazu beigetragen, die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Kreis Heinsberg weiter auszubauen.

Auf das stark geänderte Kundenverhalten mit immer mehr Online-Banking ging Vorstandsmitglied Hans-Josef Mertens ein. Mehr als die Hälfte aller Girokonten sei dafür freigeschaltet. Rund 12 500 Kunden nutzten auch die Sparkassen-App auf Smartphones, Tablets und anderen Geräten. „Wir gehen von weiteren Steigerungsraten im Mobile Banking aus“, sagte Mertens, der auch auf die neue Filialstruktur einging.

Spätestens ab April seien alle Filialen mit einem Geldautomaten und einem Selbstbedienungsterminal ausgestattet. Viele Wünsche könnten dann auch telefonisch über das neue Kunden-Service-Center in Geilenkirchen umgesetzt werden – sogar an Wochenenden. Und zudem werde es einen Bargeld-Bring-Service geben.

„Als verlässlicher Partner bleiben wir für unsere Kunden mit 52 Filialen vor Ort“, so Mertens, der allerdings mit Blick auf die Zukunft doch gleich eine Einschränkung machen musste: Mit der durch den Braunkohletagebau Garzweiler II bedingten Umsiedlung des Erkelenzer Stadtteils Keyenberg werde eine Filiale entfallen. Den zukünftig in Keyenberg (neu) lebenden Kunden empfahl Mertens die Filialen in Erkelenz am Ziegelweiher und in Rath-Anhoven.

Die stabilen Erträge ermöglichen nach Mertens‘ Darstellung eine vor dem Hintergrund der aufsichtsrechtlichen Regeln (Basel III) notwendige Eigenkapitalstärkung, aber auch eine Ausschüttung an die Träger, Kreis Heinsberg und Stadt Erkelenz. Als Jahresüberschuss (nach Steuern) wird wieder mit einer Summe von zehn Millionen Euro gerechnet, von denen eine Million Euro an die Kommunen fließen soll.

Im Rahmen der Effizienzsteigerung sinkt die Personalstärke der Kreissparkasse nach und nach. Aktuell ist die Mitarbeiterzahl im Jahresvergleich von 702 auf 679 zurückgegangen, da gleich in mehreren Fällen die Altersteilzeit endete und der Ruhestand begann.

Mit Blick auf die neue „Regulatorik“ aus Basel, Brüssel, Frankfurt, Bonn und London sprach Sparkassen-Chef Thomas Pennartz von erheblichen Belastungen, „die wir schlicht als unfair empfinden“. So werde die Kreissparkasse aufgrund ihrer Bilanzsumme von mehr als drei Millionen Euro im Zuge der europäischen Bankenabgabe zur Rettung von Instituten mit einer jährlichen Summe von mehr als 400.000 Euro belastet. Die Zahlung gehe in einen Topf, der nie zur Rettung einer Sparkasse in Deutschland angezapft werde, zeigte er sich überzeugt.

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