Wassenberg - „Eierfabrik” laut Pusch kaum zu verhindern

„Eierfabrik” laut Pusch kaum zu verhindern

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Auch die Landtagsabgeordnete Dr. Ruth Seidel sprach sich gegen eine „Eierfabrik” in Rosenthal aus. Auf dem Podium hörten zu (v.l.) Kreisbaudirektor Heiner Zündorf, Landrat Stephan Pusch und Bürgermeister Manfred Winkens. Foto: defi

Wassenberg. Zwei Hühnerställe, 74 und 60 Meter lang und acht Meter hoch, für insgesamt 39.000 Legehennen in Volierenhaltung, die an der ehemaligen Mülldeponie in Wassenberg-Rosenthal gebaut werden sollen, erhitzen die Gemüter nicht nur der Anwohner, sondern vieler Wassenberger.

Gegner des im Volksmund „Eierfabrik” genannten Legehennenbetriebs haben mehr als 1600 Unterschriften gegen den Bau gesammelt. Landrat Stephan Pusch, als Chef der für dieses Bauvorhaben zuständigen Genehmigungsbehörde, war nun zu einer Informationsveranstaltung nach Wassenberg gekommen, wohl wissend, dass er für das, was er zu sagen hatte, keinen Beifall bekommen würde.

Pusch redete nicht lange um den heißen Brei herum und schenkte den 150 Teilnehmern, die in die Betty-Reis-Gesamtschule gekommen waren, reinen Wein ein.

Sein Fazit: Der beantragte Bau des Legehennenbetriebs ist genehmigungsfähig und wird von der Unteren Immissionsschutzbehörde des Kreises Heinsberg bis März/April dieses Jahres genehmigt werden. Dann kann der Landwirt seine „Eierfabrik” bauen. Zwar hat die Stadt Wassenberg bislang ihr Einvernehmen nicht erteilt, doch wird dies an der Genehmigung des Bauvorhabens wohl nichts ändern.

Pusch und sein Mitarbeiter Heiner Zündorf, die zusammen mit Wassenbergs Bürgermeister Manfred Winkens auf dem Podium Platz genommen hatten, ließen keinen Zweifel daran, dass die Rechtslage eine Verweigerung der Baugenehmigung nicht zulässt. Alle vom Baugesetzbuch vorgeschriebenen Auflagen vom Brandschutz bis zur Erschließung des Baugrundstücks seien geprüft und soweit erforderlich vom Antragsteller nachgebessert worden.

Als landwirtschaftlicher Betrieb sei das Bauvorhaben im Außenbereich der Stadt Wassenberg sogar privilegiert. Erfülle der Antragsteller alle Vorschriften des Baugesetzbuches, habe er ein Recht auf die Baugenehmigung. Werde ihm diese dennoch versagt, könne er den Kreis Heinsberg auf Schadenersatz verklagen. „Diese Schadenersatzsumme hätten wir dann an der Backe”, so Landrat Pusch.
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