Eichhörnchen stoppt die Deutsche Bahn

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Eichhörnchen
Ein Nager stoppt die Deutsche Bahn: Weil ein Eichhörnchen auf die Oberleitung kletterte, war der Bahnverkehr zwischen Rheydt und Erkelenz für längere Zeit blockiert. Foto: dapd

Erkelenz. Stillstand zwischen Rheydt und Erkelenz: Ein Eichhörnchen hat am Montag den Bahnverkehr blockiert, weil es auf die Oberleitung geklettert war und so einen Kurzschluss ausgelöst hatte.

Dem Nager auf Abwegen bekam die waghalsige Kletteraktion allerdings nicht gut: Als das Tier gegen 15.47 Uhr mit dem Strombügel einer heranrasenden Regionalbahn 33 in Kontakt kam, entstand ein Kurzschluss. Die Oberleitung riss und prallte auf die Frontscheibe des Zuges. Der Lokführer verletzte sich glücklicherweise nicht.

Die rund 250 Insaßen des Zuges nahmen ebenfalls keinen Schaden. Der Zugverker musste nach dem Zwischenfall jedoch vorübergehend in beiden Richtungen eingestellt werden. Bahnreisende zwischen Mönchengladbach-Rheydt und Hückelhoven-Baal konnten in Taxen umsteigen. Die Züge der Deutschen Bahn endeten an diesen Bahnhöfen und fuhren von dort zu ihren Startpunkten zurück.

Zwei Güterzüge wurden für die Zeit der Vollsperrung großräumig umgeleitet. Gegen 17 Uhr konnte die Deutsche Bahn den Zugverkehr auf einem Gleis - wechselweise - in beide Richtungen wieder aufnehmen. Insgesamt sechs Zugverbindungen waren bis dahin ausgefallen, Reisende mussten eine Verspätung von rund 60 Minuten in Kauf nehmen. DB-Sprecher Gerd Felser Felser ging am Montag davon aus, dass der Schaden an der Oberleitung im Laufe des Abends behoben würde und die Züge im Berufsverkehr am Dienstag wieder reibungslos fahren könnten.

Die RB 33 kam nach der Berührung mit dem Nager kurz vor dem Bahnhof Erkelenz zum Stillstand. Rund 100 Fahrgäste stiegen daraufhin aus und liefen über die Gleise in Richtung Bahnhofsgebäude. Felser monierte diesen Leichtsinn. „In einer solchen Situation ist es sicher, im Zug zu warten und den Anweisungen eines Notfallmanagers zu folgen.” Elektrische Restspannungen könnten nie ausgeschlossen werden.

Die restlichen Bahnfahrern warteten auf die Anweisungen des alarmierten Notfallmanagers der Bahn. Der erdete zunächst den Zug und forderte erst danach zum Aussteigen auf. Bei seiner Arbeit erhielt er Unterstützung von der Freiwilligen Feuerwehr Erkelenz. Ihre Mitglieder waren den Bahnkunden behilflich, um den Weg aus den Waggons zum Bahnhof zu finden.
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