Ehepaar durch Jäger angeschossen

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Heinsberg-Oberbruch. Ein Spaziergang in freier Natur kann derzeit ganz schön gefährlich sein, wie ein junges Ehepaar jetzt erfahren musste.

Die Jagdsaison ist in vollem Gange - und davon ist offenbar nicht immer nur das Wild betroffen.

Als das Ehepaar aus Heinsberg am Samstag, gegen 13.45 Uhr, mit seinem Sohn im Kinderwagen und einem Hund auf dem Wirtschafts- und Radweg hinter dem Oberbrucher Friedhof parallel zur Rur spazierte, nahm das Verhängnis seinen Lauf.

In Höhe der Straße Eilandshof bemerkten die Eltern eine Jagdgesellschaft im Feld und schon kurz darauf fiel ein Schuss. Unmittelbar danach wurden sowohl der 29-jährige Mann als auch seine 27-jährige Frau von Schrotkörnern getroffen. Während die Frau in Hüfthöhe und am Oberschenkel erwischt wurde, aber unverletzt blieb, zog sich ihr Mann eine leichte Verletzung oberhalb des rechten Auges zu.

Das Ehepaar, dem der Schreck in die Glieder gefahren war, machte sich sogleich laut rufend bemerkbar, zückte ein Handy und informierte umgehend die Polizei über den Vorfall. Die Jäger, etwa ein Dutzend an der Zahl, so berichtet später der Ehemann gegenüber unserer Zeitung, hätten sich daraufhin mit mehreren Pkw mit deutschen, niederländischen und belgischen Kennzeichen entfernt. Wenige hundert Meter weiter wurden sie jedoch von der Polizei entdeckt.

Die Polizeibeamten stellten die Personalien der Jäger fest und ermittelten, dass der Schuss aus dem Gewehr eines 73-jährigen Mannes aus Weert/NL abgegeben worden war. Nach bisherigen Erkenntnissen - so die Polizei - dürfte es sich dabei um einen Unglücksfall gehandelt haben.

Der Jäger hatte nach Zeugenaussagen auf einen fliegenden Fasan geschossen, so dass wohl herabfallende Schrotkörner das Ehepaar trafen. Der genaue Hergang des Vorfalls wird im Rahmen des Verfahrens, das gegen den Niederländer eingeleitet wurde, geklärt werden müssen.
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