Kreis Heinsberg - Education wird zur Kontaktaufnahme genutzt

Education wird zur Kontaktaufnahme genutzt

Von: anna
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Die Stadthalle in Heinsberg war abermals der Schauplatz der Education: Die AOK veranstaltete dort am Donnerstag wieder ihre Berufsstartermesse. Foto: Anna Petra Thomas
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Die Talkrunde zur Eröffnung der 13. Education: Landrat Stephan Pusch (l.), AOK-Regional­direktor Heinz Frohn (2. v. r.) und Geschäftsführerin Doris Schillings von der Agentur für Arbeit waren Gesprächspartner von Regionalredakteur und Moderator Dieter Schuhmachers.
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Das Thema Pflege war bei der Education wieder einmal stark vertreten: Zu den Ausstellern aus diesem Bereich gehörte auch das Pflegeteam Dreßen-­Laprell. Auszubildende Sophie Wolters machte deutlich, worum es bei der Pflege geht: „Der Mensch im Mittelpunkt“.

Kreis Heinsberg. Die vielfältigen Möglichkeiten zur beruflichen Ausbildung, die sich in der Region bieten, standen am Donnerstag bei der 13. Auflage der AOK-Berufsstartermesse Education im Blickpunkt. Es war ein ständiges Kommen und Gehen in der Heinsberger Stadthalle an der Apfelstraße.

Mehrere Hundert Schülerinnen und Schüler, aber auch einige interessierte Eltern besuchten die fünfstündige Veranstaltung in der Kreisstadt, die von unserer Zeitung wieder als Medienpartner begleitet wurde.

In der Talkrunde zur Eröffnung der Education waren AOK-Regionaldirektor Heinz Frohn, Landrat Stephan Pusch und Doris Schillings, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Aachen-­Düren, die Gesprächspartner von Regionalredakteur und Moderator Dieter Schuhmachers.

„Wir wollen an bewährten Strukturen festhalten“, erklärte Frohn und freute sich über die abermals große Zahl von mehr als 30 Ausstellern. Für junge Menschen sei es ganz wichtig zu wissen, welche Ausbildungsberufe es gebe. „Hier lernen wir die Schüler kennen und die Schüler uns“, sagte Frohn im Namen der Aussteller, zu denen als ausbildendes Unternehmen natürlich auch die AOK selbst gehörte.

Handwerk und Mittelstand seien nach wie vor das wirtschaftliche Rückgrat des Kreises Heinsberg, betonte der Landrat. „Wir haben in Deutschland zum Teil ein falsches Bildungsideal.“ Es müsse nicht jeder Schüler zum Abitur geführt werden und dann studieren. Wer dann nach zwei oder drei Semestern sein Studium vielleicht doch abbreche, habe es schwer, einen Arbeitgeber für eine Berufsausbildung zu finden.

Wer nicht genau wisse, was er werden wolle, für den sei vielleicht eine solide Ausbildung erst mal das Richtige, so der Landrat, der zuletzt in seinem Urlaub einen dreiwöchigen Grundlehrgang im Tischlerhandwerk absolviert hatte. „Junge Leute sollten sich überlegen, ob sie studieren wollen, wenn sie nicht ein ganz klares Ziel vor Augen haben.“

Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe sei hoch, lobte Schillings die Arbeitgeber im Kreis Heinsberg. „Ich wünsche mir jedoch noch mehr Plätze in den Betrieben und noch mehr Schüler als Bewerber.“ Derzeit kämen noch zwei Bewerber auf einen Ausbildungsplatz, noch könnten die Betriebe also aussuchen. „Aber es gelingt nicht immer, die richtigen Auszubildenden dafür zu finden.“

Alle drei Teilnehmer dieser Talkrunde informierten über die Ausbildung in ihren „Betrieben“. So erfuhren die Zuhörer zum Beispiel, dass die Kreisverwaltung auch in technischen Berufen ausbildet, etwa zum Vermesser oder Fachinformatiker. Und die Agentur für Arbeit betreibt eben nicht nur Berufsberatung, sondern bildet auch selbst aus, sogar in Kombination mit einem Bachelor-Studium.

Breit gefächert war das Spektrum der Berufsbilder, die an den Ständen und in den Talkrunden präsentiert wurden: vom Bankkaufmann über den Soldaten auf Zeit oder Polizeibeamten bis zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, vom Softwareentwickler über Gärtner oder Straßenbauer bis zur Medizinischen Fachangestellten.

Massen schoben sich zwar nicht durch die Stadthalle, doch darauf kam es auch nicht an. An vielen Ständen wurden, so war zu beobachten, intensive Gespräche geführt, deren Zahl beispielsweise allein bei Wurstspezialitäten Esser der zufriedene Juniorchef Max Esser auf 70 bis 80 schätzte und aus denen nach seiner Einschätzung rund 20 Folgekontakte resultieren dürften. Wer weiß? Vielleicht führt ja der eine oder andere erste Kontakt, der bei der Education geknüpft wurde, am Ende wirklich zu Unterschriften unter einem Ausbildungsvertrag.

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