EBV führt jetzt Verkaufsgespräche

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Noch bis Jahresende werden sich die Aufräumarbeiten auf dem 15000 Quadratmeter großen Gelände an Schacht3 hinziehen.

Hückelhoven. Der Rückbau der ehemaligen Brikettfabrik auf dem Zechengelände schreitet voran. Nachdem das Gebäude vor rund zwei Wochen mit Hilfe von rund 120 Kilo Sprengstoff in die Knie gezwungen worden war, blieb die weitere Beseitigung der rund 6000 Kubikmeter Bauschutt größtenteils „Handarbeit”.

Mit Bagger und Hydraulikhammer wird der Ruine zu Leibe gerückt. Bis Ende März soll der Rückbau jedoch abgeschlossen sein, erklärte Gerhard Münch auf Nachfrage. Er überwacht den Abbau seines ehemaligen Arbeitsplatzes zusammen mit einem Kollegen. Münch arbeitet seit 26 Jahren bei der RAG und kennt den Abbau der Arbeitsplätze aus jahrelanger Erfahrung.

Mit der Zeit habe er sich ein dickes Fell angeschafft, so Münch. Nach dem Rückbau in Hückelhoven ist für ihn Schluss. Er wird wie der Industriezweig, in dem er so lange gearbeitet hat, in den Ruhestand gehen. Nach der Beseitigung des Schutts geht es an die Rekultivierung des Geländes. Dazu wird unter anderem der mineralische Bauschutt zur Auffüllung des rund sechs Meter hohen Höhensprungs verwendet. „Das wird sicher noch bis Ende des Jahres dauern”, sagt Dr. Achim Ortmanns, Technischer Beigeordneter der Stadt.

Ziel ist die Schaffung einer Grünfläche, die die ökologische Vernetzung der Millicher und Schaufenberger Halde schaffen soll. Ortmann spricht von einer „grünanteiligen Verbindung des Zechengeländes zu Halde.” Die Maßnahmen wurden zusammen mit der Stadt und dem Kreis geplant. Sie wurden von der Umweltbehörde des Kreises genehmigt. Bevor die Hinterlassenschaften der Brikettfabrik jedoch zu Einsatz kommen, werden sie auf ihre Umweltverträglichkeit hin untersucht.

„Das Sanierungskonzept ist vernünftig und sehr sachlich”, betont der Beigeordnete Ortmann. Eine Kontaminierung des Bodens gebe es auf dem gesamten Gelände des ehemaligen Schachtes3 „nur in wenigen, linsenförmigen Bereichen”. Auch hier sei die Sanierung mit dem Kreis abgestimmt.

Ja, sagt Ortmanns, der EBV als Eigentümer wolle das Grundstück verkaufen: „Da laufen Gespräche, aber es ist noch zu früh, etwas Konkretes zu sagen.” Sicher sei, dass für eine gewerbliche Ansiedlung auf dem 15 Hektar großen Gelände nur Geschäfte „ohne innenstadtrelevante Nutzung” in Frage kämen. Die Möbelbranche zum Beispiel.
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