Durch kurze Wege den Standort Heinsberg gestärkt

Von: Rainer Herwartz
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Propst Markus Bruns und sein evangelischer Kollege Sebastian Walde nahmen die Einsegnung des neuen Medizinzentrums vor. Foto: Herwartz

Heinsberg. Rund zwei Jahre betrug die Bauzeit des neuen Medizinzentrums am Heinsberger Krankenhaus, das am Mittwoch offiziell eingeweiht wurde.

Auf 3000 Quadratmetern Nutzfläche sind mittlerweile seine Mieter von der Apotheke über diverse Facharztpraxen, ein Sanitätshaus, ein Pflegedienst und eine Krankenkassengeschäftsstelle bis hin zum Dialysezentrum eingezogen.

„Zur Eröffnung unseres Zentrums heiße ich Sie alle - auch im Namen unseres Geschäftsführers Heinz-Gerd Schröders - herzlich willkommen”, richtete Bürgermeister Wolfgang Dieder sein Wort an die vielen Gäste, zu denen auch der Architekt des Gebäudes, Gerd Goebgens, und der für die Statik verantwortliche Josef Speis gehörten. Selbst zwei Vertreter von Ärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung waren gekommen.

„Von dem, was hier vor uns steht und was wir hier sehen können, bin ich restlos begeistert”, erklärte Dieder. Hinsichtlich der Nutzungsmöglichkeiten sei ein „einzigartiges Konzept” verwirklicht worden. „Es gibt nach meiner Einschätzung im weiten Umkreis kein Krankenhaus in der Größenordnung unseres Hauses, dass in ein medizinisches Dienstleistungs-Zentrum mit diesen Dimensionen und Anbindungen investiert hat. Im gesamten Rheinland, und das schließt auch die deutlich größeren Kliniken mit ein, ist mir ein solches Projekt nicht bekannt”, meinte Dieder voller Stolz. Hinzu komme: „Wir stemmen dieses Projekt ohne öffentliche Förderung, und das ist etwas Besonderes.”

Das medizinische Leistungsspektrum des Krankenhauses werde sinnvoll ergänzt. „Die Mieterinnen und Mieter arbeiten allesamt bereits seit langem als Konsiliar- und zuweisende Fachärztinnen und Fachärzte sehr intensiv mit dem Krankenhaus zusammen. Medizinische Leistungen unterschiedlichster Art werden damit zum Wohle der Patientinnen und Patienten an einer Stelle konzentriert.” Das bedeute vor allem kurze Wege und schnellere, komfortablere Behandlungsmöglichkeiten durch die unmittelbare Nähe zum Krankenhaus.

Die neue Einrichtung grenze sich bewusst von den sogenannten Medizinischen Versorgungs-Zentren, kurz MVZ genannt, ab, in denen Krankenhausärzte häufig in Konkurrenz zu niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten ambulante Behandlungen durchführten. „Die Fachärztinnen und Fachärzte in unserem Zentrum arbeiten in selbstständigen Praxen, die sich untereinander in ihrem medizinischen Angebot ergänzen und voneinander profitieren”, erläuterte Dieder.

Der Bau des Medizinischen Dienstleistungs-Zentrums bedeute eine weitere Stärkung des Krankenhaus-Standortes Heinsberg. Vor dem Hintergrund der Prognosen, dass in den nächsten Jahren in Nordrhein-Westfalen einige Krankenhäuser von der Schließung bedroht seien, „ist dies somit ohne Zweifel eine sehr sinnvolle und wichtige Investition in die Zukunft”.

Mitten in Heinsberg sei in den letzten Jahren ein bemerkenswertes Medizin-Areal entstanden mit dem Städtischen Krankenhaus als akademischem Lehrkrankenhaus der RWTH Aachen im Mittelpunkt.

In diesem Zusammenhang erwähnte Dieder auch die Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Landschaftsverbandes Rheinland und eine psychiatrische Tagesklinik für Erwachsene, die durch die Gangelter Eirichtungen noch errichtet werde.

Propst Markus Bruns und Pfarrer Sebastian Walde nahmen im Anschluss die Einsegnung des Gebäudes vor.
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