Hückelhoven - Dufte Texte und viel Rhythmus gegen das Saufen

Dufte Texte und viel Rhythmus gegen das Saufen

Von: hewi
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.Das Hückelhovener Rathaus im
.Das Hückelhovener Rathaus im Hintergrund ist für die jungen Damen und Herren der pasende Rahmen, um für ihren Rap-Song ins Bild gesetzt zu Foto: Wichlatz

Hückelhoven. Die „Eight Nerds” haben den Durchblick. Sie rappen vom Saufen und den Gefahren des Alkohols und geben ein klares Bekenntnis ab: „Sag nein zum Alkohol, denn er macht die Birne hohl!”

Ihr Song entstand in diesen Tagen in Hückelhoven. Und zwar nicht nur der Text, auch die Melodie sowie der passende Videoclip und die Gestaltung der CD. Dazu trafen sich die Nerds mit dem Musikproduzenten und Pädagogen Sebastian Maier, der ihnen half, ihre Ideen professionell umzusetzen. Zu diesem besonderen Kreativworkshop hatte das Kreisgesundheitsamt nach Hückelhoven eingeladen.

Der Workshop zur Suchtprävention wird vom Land NRW und der Ginko-Stiftung unterstützt. Dass Hückelhoven einer der landesweit drei Standorte für das Projekt ist, liegt daran, dass der Kreis Heinsberg seit dem vorigen Jahr Modellregion des Projektes „Gemeinsam initiativ gegen Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen” ist, wie Ilona van Halbeek erklärt.

Sie ist im Kreisgesundheitsamt für Suchtprophylaxe zuständig und begleitete den Workshop in Hückelhoven. Gedreht wurde in und um St. Barbara, am Schacht 3, vor dem Rathaus und auf der Skateanlage. „Die jungen Rapper sind in einem Alter, wo sie auf Partys mit dem Komasaufen, Frustsaufen und anderen Formen des Alkoholmissbrauchs konfrontiert werden”, weiß van Halbeek.

Sie wissen, worüber sie singen. Daher sei es auch wichtig, dass die Botschaft authentisch und von jungen Leuten wie den acht Schülern präsentiert wird. Da es sehr auf den Text des Liedes ankommt, sei Rap als Musikform ideal geeignet. Die Gedanken, die sie dabei in gereimte Worte fassten, sind nachvollziehbar und sprechen die junge Zielgruppe direkt an.

Zuerst schrieben die jungen Nerds den Text, in dem jeder seine eigene Strophe hat. Bei ihrem kreativen Prozess wurden sie von Maier und seinem Kollegen Jens Schilling tatkräftig unterstützt.

Die Daumen drücken

„Man kann nicht voraussagen, wohin der Prozess steuert, wenn er einmal angestoßen ist”, betont van Halbeek. Nun geht es darum, den Song auch zu „vermarkten”. Dafür muss er natürlich im Radio laufen, was ein erklärtes Ziel van Halbeeks ist.

Die Eight Nerds beweisen, dass präventive Aufklärung durchaus auch Spaß machen kann. Nun kann man die Daumen drücken, dass die Reime bei den Jugendlichen auch den richtigen Nerv treffen.
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