Duales Studieren: Pendeln zwischen Hörsaal und Büro

Von: Anja Klingbeil
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Carmen Müller praktiziert ber
Carmen Müller praktiziert bereits das Duale Studium.

Geilenkirchen. Carmen Müller hat einen voll gepackten Stundenplan an der Uni - von 8.30 bis 18 Uhr. Abends dann noch lernen, Hausarbeiten und Referate vorbereiten. Sechs Semester dauert ihr Studium. Dann hat die 21-Jährige ihren Bachelor-Abschluss in Handelsmanagement.

Und nebenbei macht Carmen Müller gleich noch eine Ausbildung bei der Douglas Holding.

Die Geilenkirchenerin hat sich für ein Duales Studium entschieden. Etwas Praktisches wollte sie nach ihrem Abitur am Geilenkirchener St.-Ursula-Gymnasium immer machen, erzählt Carmen Müller. Aber erst Ausbildung und dann Studium - oder doch umgekehrt? Eine entscheidende Hilfe war die Studien- und Informationsbörse an ihrer Schule. „Dort haben Studenten der Europäischen Fachhochschule das Duale Studium vorgestellt”, sagt Carmen Müller. Und haben ihre Neugier geweckt. Ein Studium mit gleichzeitiger Ausbildung in einem großen Unternehmen - und dann auch noch mit einem Ausbildungsgehalt.

Nach einem Schnuppertag an der Fachhochschule stand für Carmen Müller fest: Genau das Richtige. „Und diese Entscheidung habe ich bis heute nicht bereut”, sagt die 21-Jährige, die mittlerweile bereits ein Jahr ihre Ausbildung genießt.

Zwar gibt es nicht die Freiheit, sich wie bei anderen Studiengängen den Stundenplan selbst zusammenzustellen. Aber: „Der Zeitplan ist zwar sehr eng. Doch es gefällt mir, einen Plan zu haben”, sagt Carmen Müller. Und der sieht so aus: sechs Semester Studium, davon ein Auslandssemester an der Universität in Madrid, sowie ein Einsatz in der Zentrale von Douglas, zwei Jahre Ausbildung.

Immer mehr Unternehmen setzen auf das Duale Studium. Durch die enge Verzahnung von beruflicher Ausbildung, betrieblicher Praxis und Studium sind die Studenten von Anfang an mitten drin im Berufsleben, pendeln zwischen Hörsaal und Büro. Die Chancen auf eine spätere Übernahme im Unternehmen stehen dabei ausgesprochen gut. „Bisher sind alle übernommen worden. Die Unternehmen möchten einen übernehmen, denn sie investieren ja auch Geld in unsere Ausbildung”, sagt Carmen Müller.

Dennoch ist das Duale Studium bei vielen jungen Erwachsenen kaum in den Köpfen. Viele entscheiden sich nach dem Abitur für die Ausbildung oder für das Studium. Ein Grund, warum sich die Koordinatoren der Berufs- und Studieninformationsbörse „Be Future!”, Wilfried Kleinen und Robert Jansen, entschieden haben, das Duale Studium nicht nur auf der Börse vorzustellen, sondern auch im Rahmen einer Podiumsdiskussion. An dieser wird auch Carmen Müller teilnehmen, um über ihre Erfahrungen im Dualen Studium zu berichten. Und die sind durchweg positiv: „Man muss ziemlich viel Zeit investieren. Das war am Anfang schon schwierig für mich. Aber bisher bereue ich nichts.”

Zum Auftakt Podiumsdiskussion am Donnerstag

Die sechste Berufs- und Studieninformationsbörse „Be Future!” findet am Freitag, 7. Oktober, von 9 bis 15 Uhr im Bischöflichen Gymnasium St. Ursula in Geilenkirchen statt.

34 Firmen und Institutionen von der Bundeswehr bis hin zu Universitäten beteiligen sich an einer der größten Informationsplattformen dieser Art in der Region.

„Be Future” startet zum ersten Mal mit einer Auftaktveranstaltung. Am Donnerstag, 6. Oktober, gibt es ab 19 Uhr eine Podiumsdiskussion, moderiert von Robert Jansen und Wilfried Kleinen, in der Aula von St. Ursula, Thema „Duales Studium”.

Als Gäste sind dabei: Wolfgang Peigert (Agentur für Arbeit), An­dreas Beumers (FH Aachen), Carmen Müller sowie Marlene Ohlenforst (Personalchefin Zeitungsverlag Aachen)

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