Kreis Heinsberg - Drittes Pflanzenfest im Rheinischen Obstsortengarten

Drittes Pflanzenfest im Rheinischen Obstsortengarten

Von: koe
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Beim Pflanzfest im Rheinischen
Beim Pflanzfest im Rheinischen Obstsortengarten: Auch Wassenbergs Bürgermeister Manfred Winkens (2. v. r.)sowie weitere Ehrengäste wollten beim Pflanzen nicht abseits stehen. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Beim dritten Pflanzfest im Rheinischen Obstsortengarten sprach Ursula Mahler von der Landschaftsversammlung des Landschaftsverbandes Rheinland von einer „lebenden Arche Noah der Obstsortenvielfalt”.

Als Vorsitzende der Nabu-Naturschutzstation Haus Wildenrath hatte Carla Glashagen viele Gäste begrüßen können. „Der Zeitpunkt für das Pflanzfest hätte kaum besser gewählt werden können”, sagtesie mit Hinweis auf die frühlingshaften Temperaturen. Der Rheinische Obstsortengarten sei ein besonderer Anlaufpunkt in der Region, er schaffe Begegnungsräume für Alt und Jung und sei eine Investition in die Zukunft.

Den Garten bezeichnete Carla Glashagen als einen Lehr-und Lernort in Sachen Natur. Durch spannende Einblicke und Erlebnisse würden nicht nur Kinder und Jugendliche die biologische Vielfalt und den Artenreichtum vor der eigenen Türe kennenlernen. Dankesworte richtete sie an Katharina Tumbrinck als Projektleiterin und Monika Neumann-Parletta sowie viele Helfer.

Ursula Mahler, die stellvertretende Vorsitzende vom Umweltausschuss beim LVR, stellte fest, das Projekt „Lokale und Regionale Obstsorten” werde wie viele andere schöne und sinnvolle Projekte vom LVR-Netzwerk Umwelt gefördert. Der Anbau von gesunden und schmackhaften Gemüse-und Obstsorten präge das Rheinland seit Jahrhunderten.

Die Menschen hätten widerstandsfähige Sorten für die Herstellung von Most, Dörrobst, Pfannkuchen, Likören und vielen weiteren wertvollen Nahrungsmittel gezüchtet.Diese Sorten würden im Rahmen der Obstprojekte der Biologischen Stationen erhalten. Gleichzeitig werde das Wissen über die Pflege der Bäume und Obstwiesen weitergegeben.

Die Nabu-Stiftung „Naturerbe NRW” engagiert sich für das Projekt. Interessierte können auch für 1000 Euro eine Patenschaft über einen Baum übernehmen.

Der Wassenberger Bürgermeister Manfred Winkens wollte die Gäste nicht durch eine lange Rede vom Pflanzen abhalten. Schließlich standen 50 Bäume bereit, die gepflanzt werden sollten. Dabei handelte es sich um Lokalsorten, die von den Baumschulen veredelt wurden. Wassenbergs Bürgermeister bezeichnete den Obstgarten als eine Attraktion im Rheinland und eine Reklame für die Stadt Wassenberg, die das Grundstück zur Verfügung gestellt hatte.

Vertreter der Weggemeinschaft der katholischen Pfarren Arsbeck und Wildenrath pflanzten einen Birnbaum der fast ausgestorbenen Sorte „Jufferbirne”. Sie wollten damit ein Zeichen der Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft in der ab 2013 neu zu gründenden Pfarre St. Martin Wegberg setzen.

Nach der Pflanzaktion im Obstsgartengelände kehrten die Gäste zurück ins Haus Wildenrath, wo es neben einer guten Beköstigung eine Menge von Informationen und Aktionen gab. Auch eine Pflanzentauschbörse wartete auf die Naturfreunde.
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