Erdmännchen Freisteller

Dremmen schaltet den Titelverteidiger aus

Von: Günter Kirschbaum
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Rasante Duelle und Ballwechsel
Rasante Duelle und Ballwechsel: Vorjahressieger Germania Teveren hatte im Vorrunden-Finale ebenso wie in dieser Szene gegen den Liga-Kollegen TuS Rheinland Dremmen mit 2:3 das Nachsehen. Foto: Andreas Steindl

Oberbruch. Als Josef Füßer, der Vertreter der Kreissparkasse Heinsberg, zur Siegerehrung schritt, war der Titelverteidiger ausgeschieden. Der TuS Rheinland Dremmen hatte in einem spannenden Finale der Heinsberger Vorrunde des 26. Hallencups unserer Zeitung Germania Teveren verdient mit 3:2 geschlagen.

In der Oberbrucher Don-Bosco-Halle hatte sich vor gut 400 Zuschauern am Ende das beste Team durchgesetzt. „Das Turnier ist für uns immer etwas Besonderes”, jubelte Dremmens Trainer Claus Richter nach dem finalen Erfolg. „Jetzt freuen wir uns auf die Endrunde in Aachen.”

Zum dritten Mal in Folge gab es beim Hallencup in der Heinsberger Vorrunde das Finale Germania Teveren gegen den TuS Rheinland Dremmen. Vor zwei Jahren hatte Dremmen das bessere Ende für sich, bei der letzten Auflage qualifizierte sich Teveren für die Endrunde in Aachen. Zudem besteht zwischen beiden Klubs seit Jahren eine große sportliche Rivalität. Auch deshalb ging es am Dienstagabend nicht nur um das Ticket am Freitag nach Aachen, sondern auch ums Prestige.

Also entwickelte sich eine kampfbetonte, schnelle Partie, in der die Dremmener in der 4. Minute durch Pascal Thora in Führung gingen. Es war Teverens erster Rückstand in diesem Turnier. Und erneut war es Thora der noch in der ersten Hälfte das verdiente 2:0 erzielte (9.). Und als Martin Quadflieg kurz nach dem Seitenwechsel nach einem taktischen Foul eine Zeitstrafe kassiert hatte, lief alles für die Dremmener. Der TuS nahm einen Gang raus und versuchte, noch mehr Kontrolle über das Spiel zu bekommen. Allerdings verpassten die Spieler von Claus Richter so aber auch die Chance, eine deutlichere Führung herauszuschießen.

Und so wurde es in den letzten fünf Minuten noch einmal spannend, als Martin Quadflieg das 1:2 erzielte. Doch schon im Gegenzug stellte Kai Jöris mit dem 3:1 den alten Abstand wieder her. Zwar versuchte Teveren in der Schlussphase noch einmal alles, um die Partie noch zu kippen, doch ohne ihren Torjäger Alexander Back, der noch in Urlaub war, fehlte vor dem Tor einfach die Kaltschnäuzigkeit. Es reichte nur noch durch das 2:3 durch Andreas Rahmen. „Wir waren einfach in den entscheidenden Momenten einen Tick besser und haben deswegen auch verdient gewonnen”, befand Richter. Teverens Sportlicher Leiter Andre Etzold merkte an: „Stellenweise waren wir zu unkonzentriert.”

Die favorisierten Landesligisten hatten in den Gruppenspielen nichts anbrennen lassen. Germania Teveren marschierte souverän mit zwei Siegen ins Endspiel. 6:2 hieß es gegen Union Schafhausen, 5:1 in den zweiten Partie gegen Germania Kückhoven. Zwischenzeitlich hatte Bezirksligist Kückhoven das klassentiefere Team aus Schafhausen mit 6:3 distanziert. Klare Verhältnisse also in der Gruppe C, die auch tatsächlich den unterschiedlichen Leistungspotenzialen entsprachen.

„Wir haben stellenweise ganz gut gespielt”, meinte Teverens Co-Trainer Dieter Dulewicz, der das Team am Dienstag betreute. Hermann Kraut saß derweil auf der Tribüne. „Ich möchte mir das mal von oben ansehen”, meinte der Trainer verschmitzt.

In der zweiten Gruppe führte erwartungsgemäß kein Weg am TuS Rheinland Dremmen vorbei. Das Team von Trainer Claus Richter schlug den SV Schwanenberg mit 5:3 und auch A-Ligist SV Waldfeucht-Bocket stellte kein unüberwindbares Hindernis dar. Der TuS setzte sich mit 8:1 durch. In dieser Partie nutzte Kai Jöris den ersten Neunmeter der Veranstaltung zur 1:0-Führung der Dremmener. Waldfeucht-Bocket hatte zuvor bereits mit dem 1:4 gegen Schwanenberg alle Chancen auf den ersten Platz in der Gruppe D so gut wie verspielt.

So kam es zum Finale, gegen das im Vorfeld keiner gewettet hätte. Mit dem besseren Ende für den TuS Rheinland Dremmen.

Die Ergebnisse im Überblick:

Gruppe C: Teveren - Schafhausen 6:2; Schafhausen - Kückhoven 3:6; Kückhoven - Teveren 1:5 Tabelle: 1. Teveren 2 Spiele/11:3 Tore/6 Punkte, 2. Kückhoven 2/7:8/3, 3. Schafhausen 2/5:12/0

Gruppe D: Dremmen - Schwanenberg 5:3, Schwanenberg - Waldfeucht-Bocket 4:1, Waldfeucht-Bocket - Dremmen 1:8
Tabelle: 1. Dremmen 2/13:4/6, 2. Schwanenberg 2/7:6/3, 3. Waldfeucht-Bocket 2/2:12/0 Finale: Teveren - Dremmen 2:3
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