Dr. Klaus Wagner ist Bundestagskandidat der FDP

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Der Bundestagskandidat der FDP: Kreisvorsitzender Dr. Klaus Wagner aus Wegberg. Foto: Baltes

Kreis Heinsberg. Er war der einzige Kandidat – und das Ergebnis nahm er strahlend zur Kenntnis. Mit 26 Ja-Stimmen (bei einem Nein und einer Enthaltung) wählte der FDP-Kreisverband Heinsberg seinen Kreisvorsitzenden Dr. Klaus Wagner zum Kandidaten für die Bundestagswahl 2017.

Ins Brauhaus in Wegberg-Beeck hatte der Kreisverband der Freien Demokraten eingeladen, um die Weichen für die nächste Legislaturperiode des Bundestages zu stellen.

Bemerkenswerterweise stellte Wagner das freie Mandat an den Anfang seiner Vorstellungsrede, das den Mandatsträger an sein Gewissen binde, aber nicht an Aufträge seiner Partei oder Fraktion. Was nütze es schon, als Bundestagsabgeordneter vor Ort im Kreis Heinsberg zu beklagen, dass eine Maut zu erheblichen Probleme im kleinen Grenzverkehr führe, sich im Bundestag aber der Parteidisziplin zu unterwerfen, kritisierte er.

Liberalismus sei ihm wichtig, der Freiheitsgedanke, der Selbstverantwortungsgedanke. Streitbar wolle er bleiben, aber unterschiedliche Meinungen zulassen, sich auf eine „lebendige Diskussion“ einlassen. Seine Schwerpunkte sehe er in der Reform der Sozialversicherungssysteme, die Altersversorgung müsse breiter aufgestellt werden. Freiberufler und Beamte könnten sich beteiligen, von steuerfinanzierter Rente hält er ebenso wenig wie von bedingungslosem Grundeinkommen. „Arbeit muss sich lohnen“, so Wagner.

Beim „Klassiker“ Außenpolitik müsse die FDP wieder einen „Fuß in die Tür bekommen“. Eine Strukturreform bei den Steuern hält er für nötig, er sei ein Freund der „Flat Tax“, des einstufigen Einkommensteuertarifs, der mit dem weitgehenden Wegfall von Subventionen und Steuervergünstigungen verbunden sei.

Die Erbschaftssteuer müsse vernünftig ausgestaltet werden, und eine Reform der Kommunalfinanzierung sei unumgänglich. Er sei gegen die Abschaffung des Bargeldes, bekannte er auf Nachfrage aus der Versammlung. Mut sei gefragt, Gestaltungsmut. Mit „ständigem Bohren und langem Atem“ wolle er sich für den Kreis Heinsberg engagieren – an­packen statt aussitzen. „Ich würde gern für sie anpacken“, schloss er seine Rede.

Dr. Klaus Wagner ist 55 Jahre alt. „Ich gehöre also fast noch zu den Jung-Liberalen“ stellte er humorvoll fest. In seiner beruflichen Tätigkeit als Vorsitzender Richter am Finanzgericht Düsseldorf steht das Steuerrecht im Vordergrund. Unterbrochen war seine Tätigkeit beim Finanzgericht durch eine zweijährige Abordnung an das Bundesministerium der Justiz.

Seit 2001 ist die FDP Wagners politische Heimat. Als Kreistagsmitglied und Kreisvorsitzender der FDP gestaltet er aktiv Politik vor Ort, dem Vorstand der Wegberger FDP gehört er als Beisitzer an. Seit 2012 lebt er mit seiner Frau und einer 24-jährigen Tochter im Wegberger Stadtteil Arsbeck-Büch.

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