Digitales Lesen soll klassisches Lesen ergänzen

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René Wagner referierte beim Leselernhelfer-Verein Mentor über digitales Lesen. Foto: Mentor

Kreis Heinsberg. Zu seiner Jahreshauptversammlung im Hotel am Park in Hückelhoven konnte der Vorstand des Vereins „Mentor – Die Leselernhelfer Kreis Heinsberg“ mit René Wagner aus Erkelenz einen Spezialisten für sogenanntes digitales Lesen als Referenten begrüßen. Zuvor hatten die Mitglieder alle Vorstandsmitglieder einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

Wagner arbeitete in seinem Vortrag die Vor- und Nachteile von drei digitalen Medien heraus: E-Book-Reader, Lese-Apps und Hörstifte. Die Zuhörer konnten verschiedene E-Book-Reader in die Hand nehmen und erfahren, dass die Beleuchtung, die Schriftart und -größe individuell einstellbar sind. Auch das Vor- und Zurückblättern durch bequemes Fingerklopfen auf der Rückseite des Readers wurde demonstriert. Und: Falls man ein Wort im Buch nicht versteht, markiert man es und erfährt zum Beispiel sofort über ­Wikipedia seine Bedeutung. So standen die meisten Zuhörer dem E-Book-Reader, für den man sogar E-Books in allen Stadtbibliotheken ausleihen kann, positiv gegenüber – vor allem als Alternative für den Urlaub.

Mit Lese-Apps werden (Kinder-)Bücher auf dem Smartphone oder Tablet lesbar. Sie machen nach Ansicht von Wagner auch denjenigen Kindern Lust auf Lesen, die bisher zu den Lesemuffeln gehörten. Durch Drücken oder Wischen lassen sich damit Buchfiguren auf dem Tablet quasi zum Leben er­wecken. Die Möglichkeit, Rätsel und Aufgaben lösen zu können, fördere das Textverständnis weiter, so der Experte. Die interaktiven Elemente würden zum Mitmachen einladen und den Inhalt einer Geschichte vertiefen, den man sich auch vorlesen lassen könne.

In Hörstiften verbirgt sich eine Technik, die Lesen und Hören miteinander kombiniert. Mit dem Sensor an der Stiftspitze wird ein Code auf Buchseiten ausgelesen. Dieser Code ist mit unterschiedlichen Audiodateien, die zum Buch gehören, verknüpft. Der Hörstift erkennt beim Antippen von Bildern oder Texten den Code und spielt die passende Datei über den integrierten Lautsprecher ab. „In manchen Büchern verbergen sich zusätzlich zum Text über 1000 ­weitere Zusatzinformationen. In einem Sachbuch über Vögel können Sie zum Beispiel die passenden Vogelstimmen hören“, zeigte sich Wagner begeistert von den Möglichkeiten für Kinder und Erwachsene.

Am Ende zog der Mentor-Vorstand das Fazit, dass Lese-Apps und Hörstifte für Kinder eine gute Ergänzung zum klassischen, analogen Lesen sein können – immer jedoch unter der Voraussetzung, dass sie dabei von Erwachsenen begleitet werden und das Buch selbst stets im Mittelpunkt steht.

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