Diese Medizin gibt es garantiert rezeptfrei

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Im Sprechzimmer von Dr. Zweistein weiß Sprechstundenhilfe Frau Düvel (Walli Windges), wie man nervige Patienten mit einem ganz besonderem Kaffee ruhig stellt. Foto: Dahmen

Hückelhoven-Baal. Lachen ist die beste Medizin. Das bewies die Baaler Bürger Bühne rezeptfrei und nur gegen eine „Praxisgebühr” von sechs Euro bei der Premiere „Bingo, Herr Doktor” und zwei weitere ausverkaufte Vorstellungen im Bürgerhaus.

Auch diesmal war es deutlich zu sehen: das zugelegte Schwank-Image liegt der Baaler Laienspielschar besonders. Daher verfehlte der Angriff auf die Lachmuskeln nicht seine Wirkung, zumal die hervorragende gestaltete Bühnendekoration in die turbulente Arztpraxis passte, Rollen perfekt besetzt und die Charaktere mit entsprechend ausgestatteten Kostümen besonders gut herausgestellt waren. Regisseurin Rita Kluge hatte es verstanden, ihre langjährige Erfahrung gut einzusetzen.

Spontaner Szenenapplaus der aufmerksamen Besucher auf offener Bühne ließ erkennen: die Baaler Bürger Bühne hatte mit ihrem zweiten eigenen Schwank in drei Akten von Nicole Senderek und Jörg Prell wieder den Geschmack der Besucher getroffen. Das erfolgreiche Autorenpaar hatte den Schwank mit reichlichem Wortwitz und einer guten Portion Lokalkolorit versehen - Ähnlichkeiten mit lebenden Personen wären rein zufällig und nicht gewollt.

Der anhaltende Schlussapplaus nach dem dritten Akt mit überraschendem Ausgang ließ das Bürgerhaus fast erbeben und war zugleich der verdiente Dank an die Laienspielschar für ein paar rezeptfreie, vergnügte Stunden ohne Nebenwirkungen.

In diesem Jahr waren die Zuschauer zu Gast in der - natürlich fiktiven - Praxis des Dorfarztes Dr. Adalbert Zweistein (Willi Windges, auch als Pharmavertreter). In die Jahre gekommen, verlässt sich dieser voll auf die tatkräftige Unterstützung seiner langjährigen Sprechstundenhilfe Angela Düvel (Walli Windges), die ihrem Namen alle Ehren macht und ihre Kollegin Lucy Engel (Jenny Gunder, beide in Hochform), die in der turbulenten Praxis noch einiges lernen muss.

Für Wirbel sorgen die teils schrulligen Patienten wie beispielsweise die ehemalige Volksschullehrerin aus dem benachbarten Seniorenheim, Fräulein Komuth (Gerlinde Mistler). dann Frau Klatsch (Sonja Buchholz) als „Dame von Welt” und Herr Jakoba (Wolfgang Pape), ein sparsamer Frühpensionär, den eher Langeweile als eine Krankheit plagt, während der knauserige Landwirt, Herr Kuhfuß (Eugen Symanski, auch in doppelter Funktion) versucht, Geld zu sparen.

Damit nicht genug, erscheint im unpassenden Moment die resolute Apothekerin Frau Dr. Mackenstein (Sylvia Klatt). Ihr kommen die Vorgänge in der Praxis seltsam vor, weil Dr. Zweistein kaum in der Praxis ist und stets geheimnisvoll in seinem Labor verschwindet. Keiner weiß, was hinter der Labortür geschieht. Es soll auch an dieser Stelle nicht verraten werden und spannend bleiben.

Wer dem geheimnisvollen Treiben auf die Spur kommen will, hat dazu bei der Aufführung am 30. Oktober um 20 Uhr in der Aula Hückelhoven Gelegenheit.
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