Kreis Heinsberg - „Diese Gesellschaft braucht eine starke SPD”

„Diese Gesellschaft braucht eine starke SPD”

Von: disch
Letzte Aktualisierung:
Die Führungsriege der SPD im
Die Führungsriege der SPD im Kreis Heinsberg. Vorsitzender Norbert Spinrath (Mitte), seine drei Stellvertreter, Nicole von den Driesch (2. v. r.), Ralf Derichs (2. v. l.) und Sven Bildhauer (r.), sowie Schriftführer Dr. Hans Josef Voßenkaul (l.). Der neue Kassierer, Michael Kox, war beim Parteitag nicht anwesend.

Kreis Heinsberg. Norbert Spinrath, 54-jähriger Polizeibeamter aus Geilenkirchen in Diensten der Düsseldorfer Staatskanzlei und seit 2006 Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Heinsberg, freute sich beim Parteitag am Mittwochabend im Hilfarther Saal Sodekamp-Dohmen über „ein wirklich sehr gutes Ergebnis”.

Mit über 85 Prozent Zustimmung wurde er für zwei weitere Jahre in dem von ihm seit 2006 wahrgenommenen Spitzenamt der rund 1140 Mitglieder zählenden Sozialdemokratie im Kreis Heinsberg bestätigt. Es gab keinen Gegenkandidaten. 57 Delegierte stimmten mit Ja; bei acht Nein, einer Enthaltung und einer ungültigen Stimme. Nach seiner Wiederwahl bekräftigte Spinrath auf Nachfrage, dass er erneut für den Bundestag kandidieren wolle. 2005 und 2009 war er gegen Leo Dautzenberg (CDU) unterlegen. Die Wahlkreiskonferenz zur Kandidatennominierung ist am 8. November geplant.

„Wir brauchen mehr solidarisches Miteinander bei der Vergabe aussichtsreicher Listenplätze auf den Reservelisten bei der Wahl zu überregionalen Parlamenten”, hatte Spinrath in seiner Parteitagsrede angemahnt. Es könne für die Sozialdemokraten in den ländlichen Kreisen auf Dauer nicht befriedigend sein, zu sehen, dass sich die „Zentren” absichern würden, während die „Peripherie” mit aussichtslosen Listenplätzen vorliebnehmen müsse. „Lass uns die Boxhandschuhe anziehen und das austragen”, sagte Norbert Spinrath zu Dietmar Nietan, dem Vorsitzenden der Mittelrhein-SPD, mit Blick auf die am 15. Dezember tagende Regionalkonferenz.

„Wir können stolz sein!” So formulierte Spinrath beim Blick zurück auf die Landtagswahl im Mai. Mit wenigen finanziellen Mitteln sei ein sehr gutes Ergebnis erzielt worden. Die Kandidatinnen Ulla Meurer und Nicole von den Driesch hätten ihre Erststimmenergebnisse gegenüber 2010 deutlich steigern können, auch wenn es für den Einzug in den Landtag nicht gereicht habe. „Wir haben stark gekämpft. Wir haben Vertrauen zurückgewonnen.” Großes Lob galt Hannelore Kraft: „Sie hat die Partei zusammengeschweißt.” Ein Lob, das die stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Landtag, Eva-Maria Voigt-Küppers, die in Hilfarth zu Gast war, der Ministerpräsidentin und Landesparteivorsitzenden gerne übermitteln dürfte.

„Die SPD im Kreis Heinsberg hat in den Wahlkämpfen gezeigt, dass sie eine erkennbare politische Kraft ist”, so Spinrath in seinem Bericht. „Die Ortsvereine bleiben das Rückgrat einer starken Partei.” Angesichts schwieriger werdender organisatorischer Rahmenbedingungen stellte er fest: „Wir als Ehrenamtler müssen viel mehr leisten.” Vor den nächsten Wahlen müsse noch genauer auf den Prüf­stand, was leistbar und was finanzierbar sei.

Mit Blick auf die Bundespolitik forderte Spinrath unter anderem eine wirksame Finanzmarktregulierung, einen erhöhten Spitzensteuersatz und einen gesetzlichen Mindestlohn. „Diese Gesellschaft braucht die SPD, eine starke SPD”, so Spinrath. „Wir müssen alles dafür tun, die zurzeit gute politische Stimmung für unsere Partei weiter auszubauen. Wir müssen hart dafür arbeiten, dass die Menschen uns die besten Lösungen zutrauen.”

Vertagt werden musste die Entlastung des Vorstandes: Da weder Kassierer noch Revisoren erschienen waren, konnten weder Kassenbilanz noch Prüfbericht präsentiert werden. Spinrath versicherte aber, die Kassenführung sei abgeschlossen, geprüft und als ordnungsgemäß bewertet worden. Die Entlastung soll am 8. November nachgeholt werden.

Bei der Wahl der drei Stellvertreter des Vorsitzenden setzten sich ­Nicole von den Driesch (Wegberg) mit 60, Ralf Derichs (Erkelenz) mit 45 und Sven Bildhauer (Übach-Palenberg) mit 35 Stimmen durch. Das Nachsehen hatte Dietmar Moll (Hückelhoven) mit 30 Stimmen, der aber fair gratulierte: „Demokratie heißt, auch verlieren zu können.“

Als neuer Kassierer wurde Michael Kox (Wassenberg) mit 62 Ja, einem Nein und vier Enthaltungen gewählt. Als Schriftführer wurde Dr. Hans Josef Voßenkaul (Heinsberg) mit 64 Ja und drei Nein im Amt bestätigt.

Beisitzer sind: Cornelia Banzet (Geilenkirchen), Karin Bonitz (Wegberg), Herbert Fibus (Übach-Palenberg), Katharina Gläsmann (Erkelenz), Thomas Jahn (Erkelenz), Gerd Krekels (Selfkant), Ilse Lüngen (Heinsberg), Ulla Meurer (Übach-Palenberg), Monika Rother (Hückelhoven), Patrick Scheufen (Gangelt), Heike Simons (Wassenberg), Horst Vaßen (Wassenberg) und Volker Fajger (Hückelhoven).

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert