Die Zukunft der Kollegs bleibt auf der Agenda

Von: anna
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Kreis Heinsberg. Über die weitere Entwicklung der Berufskollegs in der Großregion Aachen - Düren - Heinsberg soll Mitte Dezember im Rahmen einer Landrätekonferenz beraten werden. Dies hat Dezernent Helmut Preuß im Kreisschulausschuss mitgeteilt.

Im Hinblick auf den von der Projektgruppe Bildung und Region (Bonn) bereits im April vorgelegten Entwurf eines Gutachtens für die weitere Entwicklung der drei Berufskollegs im Kreis Heinsberg beschloss der Ausschuss, einige Anregungen daraus zunächst nicht weiter zu verfolgen.

Nach dem Gutachten soll es mittel- bis längerfristig eine Fusion der beiden Berufskollegs in Geilenkirchen (Ernährung – Sozialwesen – Technik sowie Wirtschaft) geben. Verbunden mit dieser Anregung war die Aussage, dass das Berufskolleg Wirtschaft in Geilenkirchen mit dem Nelly-Pütz-Berufskolleg in Düren und dem Berufskolleg Herzogenrath in der Städteregion Aachen zu den kleineren Berufskollegs gehöre, deren Perspektiven vor dem Hintergrund der zukünftigen demografischen Entwicklung als grenzwertig betrachtet werden müssten.

Damit würden im Gutachten auch Aussagen zu Berufskollegs getroffen, für die der Kreis Heinsberg nicht zuständig sei, begründete die Verwaltung ihren Vorschlag, den Satz mit den Aussagen zu Düren und Herzogenrath zu streichen.

Die zweite Gutachter-Anregung, die nicht weiter verfolgt wird, hatte zum Ziel, die berufliche Aus- und Fortbildung von Häftlingen in der Justizvollzugsanstalt Heinsberg aus der schulischen Zuständigkeit des Berufskollegs Ernährung – Sozialwesen – Technik in Geilenkirchen zu lösen. Grund für die Streichung dieser Passage im Entwurf ist die Information der Verwaltung, dass der Berufsschulunterricht in Justizvollzugsanstalten in einem Runderlass des Justizministers und des Kultusministers von 1985 abschließend geregelt werde und der derzeit im Kreis geübten Praxis entspreche.

Auch der Gutachtervorschlag, den Ausbildungsgang Mechatroniker für die gesamte Region in ­Aachen zu konzentrieren und ­somit von Geilenkirchen nach ­Aachen zu verlagern, müsse überdacht werden, ergänzte Preuß. Grund sei, dass die Firma Schlafhorst beabsichtige, ihre Mechatroniker-Ausbildung von Mönchengladbach nach Übach-Palenberg zu verlagern.

Wirtschaftsgymnasium

Mit Blick auf die Fachklassenkonzentration an jeweils einem Standort im Kreisgebiet war in dem Gutachtenentwurf formuliert worden: „Büroberufe am Standort Erkelenz, Industriekaufleute am Standort Geilenkirchen.“ Weiter hieß es da: „Wirtschaftsgymnasium an einem Standort (Geilenkirchen?).“ Die Verwaltung merkte in ihrer Vorlage zur Schulausschusssitzung an, die Schülerzahl werde für den Standort des Wirtschaftsgymnasiums entscheidend sein.

Zu der im Gutachten vorgesehenen Konzentration der Bildungsgänge des Bauhaupt- und -nebengewerbes am Standort Geilenkirchen sah der Ausschuss auf Anregung von Dr. Gerd Hachen (CDU) weiteren Klärungsbedarf. Die Verwaltung soll nun klären, welche Auswirkungen es auf vorhandene Einrichtungen, Personal und Kosten hätte, wenn im Rahmen dieser Konzentration der Bildungsgang Anlagenmechaniker SHK (Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik) von Erkelenz zum neuen Kompetenzzentrum Bau nach Geilenkirchen, die Metallbauer dagegen von Geilenkirchen nach Erkelenz verlagert würden.

Neuer Bildungsgang

Einstimmig beschlossen hat der Schulausschuss darüber hinaus, am Berufskolleg Ernährung – Sozialwesen – Technik in Geilenkirchen den Bildungsgang „Fachschule im Fachbereich Sozialwesen: Fachrichtung Heilerziehungspflege“ einzurichten. Grund dafür ist die Nachfrage der Gangelter Einrichtungen Maria Hilf und der Lebenshilfe Heinsberg nach einer ortsnahen Beschulung, die bisher in Düsseldorf oder in Mönchengladbach erfolgen musste. Der Bildungsgang soll in praxisintegrierter Form eingerichtet werden. Dabei befinden sich die Schüler wöchentlich drei Tage im Betrieb und zwei Tage in der Schule.

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