Gangelt - Die WFG sitzt beim Tourismus mit im Boot

Die WFG sitzt beim Tourismus mit im Boot

Von: Heinz Eschweiler
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Anlaufstellen für den Tourismus schaffen: Das wollen Ulrich Schirowski (l.) und die Verantwortlichen in der Gemeinde Gangelt und der Region Selfkant. Foto: agsb

Gangelt. An sich könnte sich Gangelts Bürgermeister Bernhard Tholen (CDU) gelassen zurücklehnen. Das Freizeitgelände am Gangelter Kahnweiher ist eine Attraktion und lockt viele Besucher an. Aber Gangelts Bürgermeister denkt nicht daran, auf „Stillstand“ zu schalten und nach 20 Jahren erfolgreicher Arbeit in Gangelt die Füße hochzulegen.

Der Tourismus ist nach wie vor ein Steckenpferd Tholens, der als Vorsitzender des Zweckverbandes „Der Selfkant“ auf stringente Weiterentwicklung in den Bereichen Naherholung und Tourismus setzt.

„Wir haben hier gewaltige Stärken in den Gemeinden Gangelt, Selfkant und Waldfeucht“, sagte Bernhard Tholen und sprach von einer sehr guten Entwicklung und Zusammenarbeit in den drei Gemeinden. „Aber wir müssen unsere Stärken weiter stärken“, so Tholen, der dabei auch über den Selfkant hinausblickt. Um eine kreisübergreifende Zusammenarbeit zu ermöglichen, schaffte es Tholen, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) für den Kreis Heinsberg mit ins Boot zu nehmen.

Die WFG ist unter der Marke „Heinsberger Land – erfrischend entspannt“ auch für die touristische Entwicklung und das touristische Marketing im gesamten Kreis Heinsberg zuständig. Und zu dieser touristischen Weiterentwicklung, da ist sich WFG-Geschäftsführer Ulrich Schirowski sicher, gehöre vor allem eine Qualitätssteigerung in der Gästebetreuung und -beratung. „Die Menschen, die zu uns in die Region kommen, sei es für einen Tag oder mehr, suchen vor allem Ruhe und Erholung. Aber sie wollen auch etwas erleben und kennenlernen. Die gesamte Region hat einiges zu bieten, aber die konkreten Informationen müssen noch besser an den Gast vermittelt werden“, sagte Schirowski.

Bürgermeister Tholen nutzte die Gunst der Stunde: Er stellt das Info-Center Gangelt am Tor zum „Natur- und Landschaftspark Rodebach/Rhode Beek“ mit seiner umfänglichen touristischen Infrastruktur – mit Café und Bistro, Minigolfplatz, Ruderbooten und Fahrradverleih und nicht zuletzt dem Wohnmobilstellpatz – als Anlaufpunkt zur Verfügung. Personell wird das Info-Center durch die Waldfeuchterin Kuni Bürsgens unterstützt. Bürsgens ist seit 2006 Geschäftsführerin des Vereins Westblicke und kennt die Region bestens. Wobei das Info-Center nicht nur mit Material und Informationen für die Region Selfkant ausgestattet ist. Auch die Zusammenarbeit mit den weiteren touristischen Anlaufstellen im Kreis soll forciert werden. Informationsmaterial soll auch an weiteren Stellen im Kreis erhältlich sein.

Schirowski sprach von einer deutlichen Qualitätssteigerung in der Betreuung und Beratung der touristischen Gäste. „Im touristischen Entwicklungskonzept für den Kreis, das vor gut einem Jahr vorgestellt wurde, hat der Gutachter gerade das Fehlen solcher Anlaufstellen als Manko herausgestellt. Deshalb gehen wir mit den Städten und Gemeinden im Kreis neue Wege. Gangelt und der Selfkant sind Vorreiter“, sagte Schirowski. Der Vision nach sollen im gesamten Kreis solche Anlaufstellen geschaffen werden.

Bernhard Tholen sprach auch die Kooperation von Gangelt, Selfkant, Waldfeucht und Heinsberg als Westzipfelregion an. Die Region erhielt den Zuschlag für das Förderprogramm „Vital.NRW“ – auch dabei spielt die touristische Entwicklung eine wichtige Rolle. Durch die guten Erfahrungen mit der einstigen Leaderförderung mit dem Einsatz einer Regionalmanagerin wurde auch für „Vital.NRW“ eine Regionalmanagerin eingestellt.

Alexandra Jentgens erhielt dafür den Zuschlag, die 25-Jährige verfügt über jahrelange Erfahrung im Heinsberger Tourist-Service. Das solle, so Tholen, frischen Wind bringen.

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