Die Vandalismus-Serie scheint aufgeklärt

Von: vm
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Wassenberg. Die Vandalismus-Serie in Wassenberg scheint weitestgehend aufgeklärt.

Wie Polizeisprecher Wilfried Peters am Montag unserer Zeitung mitteilte, sei es Beamten des Hückelhovener Regionalkommissariates mit erheblichem Aufwand gelungen, die meisten Tatbeteiligten zu ermitteln.

Erste Geständnisse zu den begangenen Taten lägen bereits vor. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um eine aus 15 bis 20 Jugendlichen bestehende Gruppe, die sich aus 14- bis 17-jährigen Wassenbergern zusammensetzt. „Die Vorwürfe gegen führende Mitglieder dieser Gruppe sind mittlerweile sehr schwer und umfangreich. Aufgrund der Fülle der Taten dauern die Ermittlungen noch weiter an”, teilte Peters weiter mit.

Auch wenn die Recherchen noch nicht in Gänze abgeschlossen seien, das Einschlagen diverser Lampen am Burgberg, die mehrfache Zerstörung von Wartehäusern am Busbahnhof und der Windschutzaufsteller an einem sich dort anschließenden Café scheinen ebenso aufgeklärt, wie die Zerstörungen der Bodenstrahler im Bereich des Roßtorplatzes und des Gondelweihers.

Es sei ebenfalls gelungen, die an mehreren Tagen begangenen Sachbeschädigungen an Fahrzeugen im Stadtgebiet zu klären. Auch die Zerstörung von Absperrgittern und der Diebstahl von Ortsschildern gehen nach Erkenntnissen der Polizisten auf das Konto der Tatverdächtigen. Weiterhin gerieten die Jugendlichen auch in den Fokus der Ermittlungen, weil aus deren Kreisen eine brutale Körperverletzung zum Nachteil eines alkoholisierten Wassenberger Bürgers begangen worden war.

Seit die Polizei der Gruppe auf die Schliche gekommen ist, sind die Straftaten in Wassenberg deutlich gesunken. Dass die Polizei mit den Eltern der betroffenen Jugendlichen im engen Kontakt steht, hat ebenfalls seine Wirkung nicht verfehlt. Ob die Jugendlichen auch die Sachbeschädigungen am Birgelener Pützchen begangen haben, konnte bisher noch nicht geklärt werden. Dazu dauern die polizeilichen Ermittlungen noch an.

Die Belohnung in Höhe von 1000 Euro, die Bürgermeister Manfred Winkens ausgelobt hatte, ist übrigens noch nicht ausgezahlt. Wie Ordnungsamtsleiter Norbert Schiefke sagte, hätte zwar sein Telefon nach der Berichterstattung über die Vandalismusfälle nicht stillgestanden, der entscheidende Hinweis sei allerdings nicht dabei gewesen. Außerdem müsse generell erst ein Richter über die Schuld der Verdächtigen entscheiden, bevor eine Auszahlung möglich sei.

Derweil ist auch die Reihe der Farbschmierereien, die Ende der Sommerferien begangen wurde, aufgeklärt. Insgesamt wurden der Polizei zehn Tatorte bekannt. Dabei wurden unter anderem kirchliche Denkmäler, die bereits historische Bedeutung haben, Fahrzeuge und Hauswände sowie öffentliche Einrichtungen besprüht. Beamte des Hückelhovener Regionalkommissariates konnten nun vier Tatverdächtige ermitteln. Es stellte sich heraus, dass die 15 und 16 Jahre alten Wassenberger Jugendlichen sich spezielle Namen gegeben hatten, die sie als Erkennungszeichen an Hauswände und vergleichbare Objekte gesprüht hatten. In ihren Vernehmungen gestanden die Vier ihre Taten.

Gegen sie wurde ein Strafverfahren eingeleitet und sie werden sich zivilrechtlich für die Sachbeschädigungen verantworten müssen. Zum Teil konnten die Farbschmierereien nicht oder nur durch den Einsatz von Fachfirmen mit Spezialausrüstung entfernt werden.

Zwischenzeitlich wurde der Polizei auch bekannt, dass ein Tatverdächtiger das Unrecht seines Handelns eingesehen hat und Reue zeigt. Er ist in Begleitung seiner Eltern bei den Opfern erschienen und hat sich für sein Tun entschuldigt. Seinen Worten hat er auch Taten folgen lassen und ist dabei, die besprühten Einrichtungen zu säubern.

Am vergangenen Sonntag konnten außerdem zwei weitere Jugendliche, 15 und 16 Jahre alt aus Wassenberg stammend, festgenommen werden, nachdem sie einen Hochsitz an der Rödger Bahn mit Farbe beschmiert hatten. Zwei Jagdaufseher waren im Wald unterwegs, als sie die frischen Schmierereien entdeckten. Sie suchten sofort die Umgebung ab und entdeckten die Jugendlichen.

Einen schnellen Erfolg erzielte die Polizei auch, nachdem an der Brabanter Straße ein Abfallbehälter und eine Sitzbank in Brand geraten waren. Mehrere Zeugen beobachteten vier Jugendliche, wie sie am Sonntag den Müllkorb anzündeten. Schnell griff das Feuer auch auf eine Sitzgruppe über. Diese wurde durch die Flammen so stark beschädigt, dass sie nicht mehr nutzbar ist. Durch die sehr präzisen Zeugenaussagen konnten die Tatverdächtigen schnell ermittelt werden.
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