Die Teilhabekreise haben viel auf die Beine gestellt

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Kreis Heinsberg. Viele der Mitglieder vom Katholikenrat der Region Heinsberg hatten schon von den Lokalen Teilhabekreisen gehört. Doch welche Aufgaben sie haben, dies war nicht allen klar.

Aus diesem Grund nahmen Martina Alba vom Caritasverband für die Region Heinsberg und Adelheid Venghaus von der Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen (KoKoBe) an der Vollversammlung des Katholikenrates im Pfarrzentrum Burg in ­Hückelhoven teil. Gemeinsam mit Denise Lison von der KoKoBe und Jörg Driessen von ViaNobis – Die Eingliederungshilfe koordinieren sie die fünf Teilhabekreise in Erkelenz, Hückelhoven, Geilenkirchen, Gangelt und Heinsberg.

Experten ihrer Lebenssituation

In den Lokalen Teilhabekreisen würden sich Menschen mit und ohne Behinderung treffen, um die Bedingungen für Menschen mit Behinderung zu verbessern, um auf ihre Belange aufmerksam zu machen und ihr Umfeld so zu gestalten, dass sie überall gleichberechtigt teilhaben könnten, erklärte Adelheid Venghaus. Insgesamt komme jeder Teilhabekreis vier Mal im Jahr zusammen. Teilnehmen würden im Schnitt 15 bis 20 Teilnehmer.

Bei den Treffen gehe es um ganz unterschiedliche Themen – unter anderem auch um Barrierefreiheit. „Ich meine sowohl die baulichen Barrieren als auch die Barrieren in den Köpfen, die sich in Berührungsängsten mit Menschen mit Behinderung zeigen“, sagte Venghaus. Sie erklärte auch, dass der Auftrag in den Teilhabekreisen durch die Wünsche der Teilnehmer, die „Experten ihrer Lebenssituation sind“, entstehe. Die Teilnehmer hätten Gründe mitzumachen. Dies habe eine Befragung zum fünfjährigen Bestehen des Lokalen Teilhabekreises Geilenkirchen ergeben. Es wurde geäußert, dass man in den Lokalen Teilhabekreisen interessante Menschen kennenlernt, seine Meinung sagen kann sowie für die Öffentlichkeit und ältere Menschen etwas erreichen kann.

Religionen sind ein Thema

Vieles hätten die Lokalen Teilhabekreis schon an Aktivitäten auf die Beine gestellt, erzählte Martina Alba. So habe es zur Bürgermeisterwahl in Geilenkirchen eine Veranstaltung in einfacher Sprache gegeben. In kleinen Schritten nähere man sich auch dem Thema der unterschiedlichen Religionen annähern. „Wir haben erklärt, was der Unterschied zwischen katholisch und evangelisch ist und Informationen zum Islam gegeben. Demnächst findet einen Veranstaltung zum Judentum statt“, so Alba. Ein aktuelles Projekt aller Teilhabekreise sei die Aktion „Wir sind dabei!“. Dabei sollen die Einrichtungen, Behörden und Geschäfte per Fragebogen ermittelt werden, die barrierefrei sind und sich auf Menschen mit Behinderung einstellen. Sie sollen dann mit einem Signet ausgezeichnet werden.

Bei der Verteilung kooperiere man mit Schülern und Jugendlichen von Jugendzentren, die so Berührungsängste abbauen und sich gleichzeitig für ihre Stadt engagieren würden, erklärte Alba. In Hückelhoven und Geilenkirchen seien die Fragebögen bereits verteilt worden. In Gangelt, Heinsberg und Erkelenz stehe die Verteilung noch an. Danach finde eine Auswertung statt, an der Menschen mit Behinderung ebenso wie Schüler beteiligt würden, informierte Alba.

Ehrenamtler werden benötigt

Abschließend stellten sie und Venghaus noch heraus, dass die Lokalen Teilhabekreise dringend Ehrenamtler benötigten.

Vorsitzender Lutz Braunöhler erklärte, dass die Mitglieder des Katholikenrates dies weiter in die Pfarren vor Ort geben würden. Zudem sagte er zu, den nun einmal geknüpften Kontakt nicht zu verlieren.

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