Die Suche nach einem Bikerplatz geht weiter

Von: Verena Müller
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Martin Günther, Vorsitzender
Martin Günther, Vorsitzender der Wassenbiker: Seit vier Jahren ist er mit seinem Verein auf der Suche nach einem Gelände. Foto: V. Müller

Wassenberg. Die Suche nach einem geeigneten Bikerplatz geht weiter. Nachdem sich das Grundstück in Wassenberg-Birgelen, das zuletzt in der engeren Auswahl war, als nur bedingt geeignet herausgestellt hat, hat die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Wassenberg beim Stadtbetrieb angefragt, ob nicht auf dem Bauhofsgelände eine Fläche zur Verfügung gestellt werden könnte.

Aus Sicht der Wassenbiker - so nennt sich der Verein - wird es langsam Zeit, dass sich was tut. „Langsam verliert man die Lust”, sagt Martin Günther. Vier Jahre dauern die Gespräche schon zwischen den Bikern und der Stadt. Erst hieß es, die damals noch lose Gruppe solle einen Verein gründen, es würde vieles erleichtern, wenn immer ein Ansprechpartner da sei und die Biker überhaupt einen organisierten Eindruck machten. Also wurden die Wassenbiker ins Leben gerufen. Die ersten Vorschläge für potenzielle Gelände kamen auf den Tisch, aber Umweltauflagen und Anwohnereinwände waren im Weg. Immer wieder ging die Suche von vorne los.

Dabei ist der Wunsch des Vereins gar nicht so kompliziert. „Wir brauchen eigentlich nicht viel, nur ein ebenes Gelände, etwa 2000 bis 3000 Quadratmeter groß”, sagt Günther. Er ist der Vorsitzende des Vereins, der über 60 Mitglieder hat, und ist mit seinen 25 Jahren relativ alt. 70 Prozent der Mitglieder sind unter 16.

Auf der Fläche soll Dirtfahren ermöglicht werden, damit die Jugendlichen nicht - wie bisher und meist illegal - durch den Wassenberger Wald fahren. Erde aufschütten und daraus Rampen und Hügel modellieren, das will der Verein selbst machen und das Terrain umzäunen. Da es sich um kein öffentliches Gelände handeln wird und der Verein in der Verkehrssicherungspflicht ist, ist das notwendig.

Für das vorletzte Gelände, das im Gespräch war, An der Landwehr, hatte der Verein durchgerechnet, wie hoch die Kosten ungefähr werden: „rund 13 000 Euro. Das teuerste ist der Zaun”, sagt Martin Günther. Sobald feststehe, wo der Platz angelegt werden könne, will er Sponsoren und Fördermittel suchen. „Und Mitgliedschaftsbeiträge erheben. Das haben wir bis jetzt nicht gemacht, weil wir der Meinung sind, dass die Mitglieder erst dann zahlen sollen, wenn sie auch etwas dafür bekommen”, so Günther.

Aber bislang ist noch alles offen. Wie Bürgermeister Manfred Winkens auf Anfrage mitteilte, handelt es sich bei dem Gelände an der Sportanlage Birgelen um eine ehemalige Deponie. Gegraben werden kann dort nicht, Aufbauten seien dagegen möglich. Vorher müsse aber Gehölz entfernt werden. Das sei vermutlich am Ende viel zu teuer.

Laut Winkens ist auf dem ehemaligen Zechengelände, wo sich der Bauhof befindet, genügend Platz. Denkbar wäre, die alten Parkplätze der Zeche zu nutzen. Lärm wäre dort auch kein Thema, da in näherer Umgebung niemand wohnt. Wobei das laut Verein eh eine unnötige Diskussion ist: „Ein Spielplatz ist lauter als ein Bikerplatz”, sagt Martin Günther. „Während der Fahrt unterhält man sich nicht, außerdem sieht der Sport vor, mit der Natur im Einklang zu sein.”

Aus seiner Sicht wäre das Bauhofsgelände ideal: Es ist schon umzäunt, es fallen keine Abholungsarbeiten an und es ist ruhig.” Sollte es am Ende doch das Birgelener Gelände werden, sei das auch nicht schlimm. „Hauptsache, es tut sich langsam was”, sagt Günther.
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