Die Spende der Sparkasse soll Tierheim helfen

Von: disch
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Um die akute finanzielle Notlage des Tierschutzvereins zu entschärfen, hat die Kreissparkasse den Verein im Jahr 2016 mit einer Spende in Höhe von 100.000 Euro unterstützt. Foto: Herwartz

Kreis Heinsberg. Der Kreistag hat unter dem Vorsitz von Landrat Stephan Pusch (CDU) einstimmig die Empfehlung an die Kreissparkasse Heinsberg ausgesprochen, wie im Vorjahr eine Spende in Höhe von 100.000 Euro für die Betreuung der Fund- und Behördentiere im Tierheim Kirchhoven zu gewähren.

Der Tierschutzverein für den Kreis Heinsberg ist Betreiber des Tierheims, in dem unter anderem auch sämtliche in behördliches Gewahrsam genommene Tiere untergebracht und versorgt werden. „Die Einnahmen für die Fund- und Behördentiere, die das Tierheim für die Ordnungsbehörden der kreiseigenen Kommunen in Obhut nimmt, decken die dadurch entstehenden Kosten nicht“, war der Sitzungsvorlage zu entnehmen. Aus diesem Grund sei im vergangenen Jahr mit Vermittlungsbemühungen des Kreises Heinsberg ein neues Vertragswerk zwischen dem Tierschutzverein und den kreisangehörigen Kommunen ausgehandelt. Dabei konnte allerdings laut Kreis kein Einvernehmen dahingehend erzielt werden, dass die kreisangehörigen Kommunen ein auskömmliches Entgelt für die abgegebenen Fund- und Behördentiere entrichten. Um die akute finanzielle Notlage des Tierschutzvereins zu entschärfen, habe die Kreissparkasse den Verein im Jahr 2016 mit einer Spende in Höhe von 100.000 Euro unterstützt, damit eine Versorgung der Fund- und Behördentiere weiterhin habe gewährleistet werden können.

Zeitgleich hatte die Sparkasse ihre Zuwendung für die Wohlfahrtsverbände auf Kreisebene von 400.000 auf 600.000 Euro erhöht. Für diese Verwendungszwecke könne der Kreis sonst erforderliche Zuschüsse einsparen, erklärte die Verwaltung. „Unterbliebe die Spende an den Tierschutzverein, wäre eine weitere Aufstockung der Spenden an die Wohlfahrtsverbände denkbar.“ Um die Belange des Tierschutzes im Kreis nachhaltig zu unterstützen, werde eine jährliche Spende in Höhe von 100.000 Euro, die auch im Sinne der kreisangehörigen Kommunen sei, empfohlen, so die Position der Verwaltung. Denn: Nach Vorlage der Buchführung für das Jahr 2016 und nach erneuter Abstimmung mit den Bürgermeistern der kreisangehörigen Kommunen könne eine stabile Finanzierung des Tierheimbetriebs unter Berücksichtigung der aktuellen Vertragsentgelte nur aufrechterhalten werden, wenn die Kreissparkasse auch im Jahr 2017 und in den Folgejahren 100.000 Euro jährlich als Spende zur Verfügung stelle.

Spendenempfehlung für 2017

Im Kreistag wurde die Spendenempfehlung an die Kreissparkasse erst einmal aber nur für dieses weitere Jahr, also 2017, ausgesprochen. Das Tierheim nehme eine wichtige Aufgabe für die Kommunen wahr, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzender Ralf Derichs. Deshalb solle sich der Kreis mit der mittelfristigen Finanzplanung für das Tierheim befassen, damit dessen Finanzierung „auf solide Beine“ gestellt werden könne. Ein Ansinnen, dem Norbert Reyans als Vorsitzender der CDU-Mehrheitsfraktion zustimmte. Er sehe dies auch als eine mögliche Hilfe für den Tierschutzverein an, sagte der Christdemokrat.

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