Die Schwalm wird zum „Wassererlebnis”

Von: cbo
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In Wegberg erfolgte am Freitag
In Wegberg erfolgte am Freitag die Übergabe der renaturierten Schwalm nach dem offiziellen Teil mit einer Besichtigungstour. Foto: Koenigs

Wegberg. „Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein”, dieser berühmte Ausspruch aus der Feder Goethes trifft auch auf das „Wassererlebnis Schwalm” zu.

Gemeinsam mit dem Naturpark Schwalm-Nette, der diese Renaturierungsmaßnahme im Rahmen der Naturparkschau „Wandervolle Wasserwelt” finanziell unterstützt hat, stellte die Stadt Wegberg sowie der Schwalmverband dieses ehrgeizige Projekt nach dem Abschluss der Arbeiten am Freitag der Öffentlichkeit im Wegberger Stadtpark vor.

Der Naturpark-Verbandsvorsteher Peter Ottmann blickte zu Beginn seiner Eröffnungsrede auf die Bedeutung der Schwalm zurück, die bereits für den Flachsanbau einen hohen Nutzwert besaß und als Lebensraum für Fische dient. Er verwies darauf, dass der rund 100 Meter lange renaturierte Abschnitt sowohl als Erholungsraum für Spaziergänger, als auch als Ort der Ruhe zu verstehen sei.

Nur wenige Kilometer von der Schwalmquelle entfernt ist der Naturpark „Wassererlebnis Schwalm” errichtet worden. Die neu entstandene Wasserlandschaft ist im Stadtpark gelegen und schließt sich an die zentralen Einkaufsstraßen sowie die Wegberger Mühle an.

Um die Schwalm wieder in den Fokus zu rücken, wurde der dort angelegte Radweg Richtung Südosten zur Innenstadt hin verlagert. Somit konnte das Gewässer in die fast baumfreie Rasenfläche im Südteil des Stadtparks integriert werden.

Der Flussverlauf der Schwalm, der grabenartig verläuft, ist nach naturnahen Gesichtspunkten vom Landschafts-Architekturbüro Hermanns aus Niederkrüchten in Zusammenarbeit mit dem Schwalmverband errichtet worden. Über Trittsteine ist es möglich, die dort entstandene 40 Meter lange Insel zu erreichen. Für Besucher besteht darüber hinaus noch die Chance, das Wasser und ihre Lebewesen an den Uferzonen in Augenschein zu nehmen.

Abgerundet wird dieser neu geschaffene Naturraum durch Holzbänke auf beiden Seiten des Flusses, wodurch ein einzigartiger Blickwinkel entsteht.

Ottmann betonte weiter, dass sich durch das Engagement von Bürgermeister Reinhold Pillich, der sich vor drei Jahren an den Naturpark Schwalm-Nette gewandt hatte, drei Partner gefunden haben, die hervorragend miteinander gearbeitet und harmoniert hätten, um diesen Naturraum auf den Weg zu bringen. Dank der Unterstützung des Schwalmverbandes konnten die Kosten von über 100.000 Euro durch weitere Zuschüsse des Landes Nordrhein-Westfalen geleistet werden.

Gleichzeitig ist durch die Entstehung des neuen „Wassererlebnisses Schwalm” eine ökologische Verbesserung dieses Flussabschnittes seitens der EU-Richtlinien entstanden.

Wegbergs Bürgermeister Reinhold Pillich zeigte sich begeistert, dass ein weiterer Baustein im Herzen von Wegberg seinen Platz gefunden hat und dankte allen Beteiligten für ihre Unterstützung. Von der Renaturierung der Schwalm profitiere gleichzeitig der sanfte Tourismus der Stadt.

Laut Pillich soll es nicht das letzte Projekt sein, denn die Stadt Wegberg habe viel zu bieten.
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