„Die rosigen Zeiten” sind auch in Heinsberg passé

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Heinsberg. Der Konjunkturabschwung und die Finanzkrise haben auch vor der Stadt Heinsberg nicht Halt gemacht. Das ist das Fazit der letzten Haushaltsrede, die Josef Offergeld jetzt im Rat als Bürgermeister hielt. In Zahlen bedeutet das: 71.329.408 Euro an Erträgen stehen 75.151.578 Euro an Aufwendungen gegenüber.

Wie die Industrie- und Handelskammer in ihrer Stellungnahme zum diesjährigen, immer noch ausgeglichenen Haushalt feststelle, sei das „negative” Betriebsergebnis des Jahres 2009 nur eine Momentaufnahme.

„Ursächlich für dieses Ergebnis sind die zusätzlichen Aufwendungen für Abschreibungen und für die Zuführung an die Pensionsrückstellungen”, so Offergeld. In den Folgejahren würden die der Stadt Heinsberg zeitversetzt zustehenden höheren Schlüsselzuweisungen zu einer teilweisen Kompensation des Defizits führen.

Andere Kommunen in NRW stünden laut IHK unter gleichen Voraussetzungen sehr viel schlechter da. Mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von etwa 720 Euro im Vergleich zum Landesdurchschnitt von 1470 Euro sei dies eindeutig, erklärte Offergeld.

Auch CDU-Fraktionschef Wilfried Louis beklagte, dass die Stadt „unverschuldet” mit in eine Finanzkrise geraten sei. „Dabei haben gerade wir in Heinsberg immer Wert darauf gelegt, mit dem Geld unserer Bürger ordentlich umzugehen.

Wir haben deshalb unsere Ausgaben begrenzt und unsere Abgaben an der unteren Grenze festgemacht.” Bei den Gewerbesteuern sei die Stadt zum Beispiel stets „erheblich unter dem vom Land angesetzten fiktiven Hebesatz geblieben”.

Auch das habe die IHK gelobt, denn in der Zeitspanne von 1994 bis 2007 konnte Heinsberg prozentual doppelt so viele Gewerbeneuanmeldungen verzeichnen wie der übrige Kreis. Dennoch meinte Louis ohne Umschweife: „Die rosigen Zeiten sind vorbei.” Die Rücklagenbestände vergangener Jahre seien nun verbraucht.
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