Hückelhoven - Die richtige Bewerbung zählt: Schulnoten sind nicht so wichtig

Die richtige Bewerbung zählt: Schulnoten sind nicht so wichtig

Von: Pia Wilbrand
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Bürgermeister Bernd Jansen und Diplom-Ingenieur Horst Küppers unterzeichneten bei Stahlbau Küppers einen Kooperationsvertrag. Foto: Koenigs

Hückelhoven. Die beiden jungen Männer hören Otti Weinsheimer, der Sekretärin der Firma Stahlbau Küppers, aufmerksam zu. Jetzt bloß alles behalten, keine Information über die Bewerbung, die Anforderungen und die Abläufe darf vergessen werden. Ihre Zukunft hängt davon ab, schon jetzt einen guten, engagierten Eindruck zu hinterlassen und im Bewerbungsverfahren alles richtig zu machen.

Nico Kouchem und Maurice Mohr sind zwei der etwa 150 Schüler, die an der Informationsveranstaltung zur Ausbildung als Metallbauer in Schaufenberg teilnahmen. Der Tag beginnt mit einer Präsentation über den Betrieb und die Ausbildung. Vertriebsleiter Jan Kangbo will eine Vorstellung davon geben, wie das Unternehmen arbeitet, wie die Arbeitsbedingungen sind und welche Anforderungen an Anwärter auf einen Ausbildungsplatz gestellt werden.

Er erklärt, dass für das gewünschte Profil neuer Auszubildender weniger die Schulnoten entscheiden, sondern vielmehr das Engagement, die Eigeninitiative und ein kooperatives Verhalten am Arbeitsplatz ausschlaggebend sind. Auf dem Zeugnis soll mindestens eine Drei in Mathe und eine Drei bis Vier in Naturwissenschaften und Technik stehen.

Nach dem Einreichen der Bewerbung werden Interessenten zu einem einwöchigen Praktikum eingeladen. Hier müssen sie beweisen, dass sie den Arbeitsanforderungen der Firma gerecht werden. „Man muss sich auch mal schmutzig machen”, betont Jan Kangbo und auch Horst Küppers, der in der 13. Generation das Familienunternehmen als Geschäftsführer leitet, versucht den Schülern bewusst zu machen, dass der Beruf des Metallbauers kein Zuckerschlecken sein wird.

Auch interne Schulungen

„Wir erwarten, dass ihr immer pünktlich seid, mit anpackt, selber seht, wo es etwas zu tun gibt und dass ihr an internen Schulungen zu Mathematik, technischem Zeichnen und Schweißen an Samstagen teilnehmt.”

Bürgermeister Bernd Jansen stellt die Vorzüge des Unternehmens heraus. „Die Firma expandiert, ist innovativ und ist an Riesenprojekten beteiligt. Außerdem ist sie nah an eurer Heimat. Viele eurer Mitschüler müssen oft lange Strecken zum Ausbildungsplatz zurücklegen.”

Mit der Ausbildung zum Metallbauer erlerne man einen qualifizierten, zukunftsträchtigen Beruf. „Nutzt eure Chance. Diese Ausbildung ist eine tolle Grundlage für euer weiteres Leben.”

Die Schüler hatten dann noch Gelegenheit, den Betrieb zu besichtigen und bei verschiedenen Arbeitsschritten zuzusehen. Damit ein regelmäßiger Austausch zwischen Ausbildern, Vertretern der Haupt- Real- und Berufsschulen stattfindet, unterzeichneten sie, sowie Bürgermeister Bernd Jansen einen Kooperationsvertrag, von dem sowohl Schüler als auch das Unternehmen Küppers profitieren.

Die Firma hat festgestellt, dass es auf dem freien Markt wenige für den Beruf des Metallbauers qualifizierte Arbeitskräfte gibt und möchte mehr in die Ausbildung eigener Fachkräfte investieren.
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