Die Reise geht in Richtung Bürger

Von: hewi
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Wegberg. In der Schwalmstadt weht ein frischer Wind. Bürgermeister Reinhold Pillich setzt auf kontinuierliche Veränderung und Bürgernähe. Dies hob er in seiner Rede auf dem ersten Neujahrsempfang der Stadt hervor, zu dem er in die Wegberger Mühle eingeladen hatte.

„Wir befinden uns in einem Veränderungsprozess”, erklärte er und versprach den Anwesenden aus Bürgerschaft, Vereinen, Wirtschaft und Politik „ein spannendes Jahr 2011”. Bei seinem Amtsantritt habe er in der Verwaltung eine motivierte Mannschaft vorgefunden, die bereit sei, die Veränderungen mitzutragen. Wohin die Reise gehe, daran ließ er keinen Zweifel: In Richtung der Bürger.

Das Rathaus sei auf dem Wege zu einem Dienstleistungszentrum, in dem die Bürger freundliche und kompetente Beratung vorfänden. Dafür habe unternehmerisches Denken im Rathaus Einzug gehalten. Als ein wichtiges Ziel nannte Pillich die Haushaltskonsolidierung, um die Handlungsfähigkeit der Stadt zu erhalten.

Dass die Haushaltssituation angespannt ist, sei kein Geheimnis. Um weiter die Zügel in der Hand halten zu können, müsse aber die Finanzbeziehung zwischen Städten, Land und Bund neu geregelt werden. So könnten die steigenden Belastungen im Sozialbereich nicht allein geschultert werden. Durch ein neues Qualitätsmanagement und Controlling trage Wegberg sein Teil dazu bei. Schon jetzt werde an einem ausgeglichenen Haushalt für 2012 gearbeitet.

AlleAusgaben auf den Prüfstand

Dafür müssten aber alle Ausgaben auf den Prüfstand gestellt und die jeweiligen Folgekosten im Blick behalten werden. Trotzdem werde die Förderung der rund 160 Vereine in der Stadt weiter fortgesetzt, vor allem im Bereich der Jugendförderung. „Nirgendwo ist Geld besser investiert, als in die Zukunft der Kinder”, betonte er. Damit war er auch schon beim Thema der Bildungsinfrastruktur, in die im vergangenen Jahr knapp zwei Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II investiert wurden. Positiv bewertete er aber auch die neuen Gewerbeansiedlungen in Wegberg und erfreuliche Investitionen von Unternehmen wie dem japanischen Global Player Denso, der in seinen Standort im Wegberger Oval rund 20 Millionen Euro investiert.

Ehrenamtliches Engagement trage zur positiven Entwicklung der Stadt bei. Beispielhaft nannte er Anita Haken. Die Klinkumerin engagiert sich seit 30 Jahren als Schülerlotsin, wofür er ihr offiziell den Dank der Stadt aussprach.

Dass Wegberg eine Stadt der Naherholung sei, die auf sanften Tourismus setze, habe sich in 2010 eindrucksvoll durch Aktionen wie den Mühlentag im Mai und andere Initiativen gezeigt.

Ein krönender Anschluss des Jahres sei auch der „Wegberger Winterzauber” auf dem rathausplatz mit rund 220 Quadratmetern Eisfläche und über 30 gut besuchten Veranstaltungen gewesen. Diese Eventreihe sei eine neue Dimension für Wegberg gewesen. Einer Wiederholung des Winterzaubers stehe von seiner Warte aus nichts im Wege, erklärte er.

Als Erfolg wertete er auch den Sieg im Rechtsstreit um das geplante Nahversorgungszentrum in Rath-Anhoven, gegen das die Nachbarstadt Erkelenz erfolglos geklagt hatte.

Doch auch Misserfolge räumte er ein. So verwies er darauf, dass sich „an der Wegberger Mühle das Mühlrad, das mir im Traum erschienen ist”, sich immer noch nicht drehe.
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