Erkelenz-Schwanenberg - Die Pinguine auf Noahs Schiff: Premiere von „An der Arche um Acht” Mitte Juni

Die Pinguine auf Noahs Schiff: Premiere von „An der Arche um Acht” Mitte Juni

Von: hewi
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Auch die Maske muss bei den Pinguinen Foto: Koenigs

Erkelenz-Schwanenberg. Obwohl den neun jungen Akteuren der Besuch des Kirchentages und auch ein ordentlicher Schnupfen noch in den Knochen steckten, waren sie pünktlich zur Probe im Gemeindesaal erschienen. Denn Mitte Juni ist Premiere ihres Stückes „An der Arche um Acht”.

Bis dahin müssen bei den Konfirmanden nicht nur die Texte sitzen. Denn in der temporeichen Inszenierung wird auch getanzt. Für die Choreografie zeichnet Angie Kus von der Schwanenberger Ballettschule Schwanensee verantwortlich.

„Einige der Konfirmandinnen nehmen schon seit Jahren Ballettunterricht”, erklärte Pfarrer Robin Banerjee am Rande der Probe. Da sei es nur konsequent gewesen, den Tanz als weiteres Element in das Stück einzubauen.

Auch beim Bühnenbild betritt die Gruppe Neuland. War bei „Anne Frank” schon ein vierstöckiges Wohnhaus auf der Bühne entstanden, verspricht Banerjee für die bevorstehenden Aufführungen aufwendige Lichteffekte.

„Wir spielen auf einer kleinen Bühne, aber die steckt voller Technik”, erklärte er, ohne mehr verraten zu wollen. Nur so viel: „Ohne die Unterstützung der ortsansässigen Volksbank hätten die Ideen nicht realisiert werden können.”

In Schwanenberg ist es seit einigen Jahren Tradition, dass die Konfirmanden als Gruppe ein Theaterstück einüben und aufführen. In den vergangenen Jahren konnten die Gruppen um Pastor Robin Banerjee mit Stücken wie „Judas”, „Momo” und „Das Tagebuch der Anne Frank” nicht nur das Publikum in ihrer Gemeinde überzeugen.

„An der Arche um Acht” stammt aus der Feder von Ulrich Hub und erzählt die Geschichte von drei Pinguinen auf der Arche Noah. Pikant ist, dass auf der Arche ja eigentlich nur Platz für zwei Tiere jeder Art gewesen wäre. „Uns gibt es nur im Dreierpack”, beschließen aber die Pinguine. „Wenn Gott das nicht passt, muss er in Zukunft ohne Pinguine auskommen.”

Eine Besonderheit des Stücks ist auch, dass alle Rollen doppelt besetzt sind. So sei es durchaus ratsam, Karten für die Aufführungen beider Gruppen zu besorgen, erklärte Banerjee. Die Premiere am Freitag, 18. Juni, wird von der ersten Gruppe gespielt, ebenso die Kinderaufführung am Samstag, 19. Juni.

Die zweite Gruppe steht am Samstagabend und am Sonntag für die Kinderaufführung auf der Bühne in der Mehrzweckhalle. Abendvorführungen am Sonntag und Montag runden den Spielplan der Konfirmanden ab.

Neben Banerjee führt Marthe Göbels Regie. Neben den drei Pinguinen waren die Rollen des Noah, einer Taube und eines Schmetterlings zu besetzen. Auch wenn das Stück ohne viel Personal auskommt, versprechen die Mitwirkenden eine abwechslungs- und temporeiche Inszenierung, bei der auch der Humor nicht zu kurz kommt. Es handele sich um ein durchaus religiöses Stück, wobei das Thema „mit Abstand angegangen” werde, so Banerjee.

Eine Herausforderung sei auch die Aufteilung der Gruppe in zwei Ensembles. Bei der Probe ergänzen sich die Gruppen und erarbeiten die Szenen gemeinsam. Seit November wird geprobt, mittlerweile zweimal pro Woche. In der ersten Schauspielgruppe treten Eva Allwicher, Lena Wilms, Tatjana Zdanova, Sina Rübel und Katharina Gers an. Gruppe zwei besteht aus dem einzigen Jungen Lukas Borchers und Pia Caspers, Evelyn Hensen, Anne Göbels und Katharina Gers. Insgesamt stehen 1300 Karten für die sechs Aufführungen zur Verfügung.
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