Die Pause bleibt ein Lieblingsfach

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Die Schüler der dritten Jahrg
Die Schüler der dritten Jahrgangsstufe der Grundschule Haaren besuchten die Bewohner des Altenwohnheim „Haus Aurea”. Die Gespräche mit den älteren Herrschaften über die Schulzeit heute und gestern war für beide Seiten sehr interessant. Die Schüler haben an diesem Tag viel gelernt.

Waldfeucht-Haaren. Seit Wochen bearbeiten die Schüler der dritten Jahrgangsstufe mit großem Interesse das Thema „Schule früher und heute”.

Dazu hatten sie bereits viele alte und kostbare Schätze ihrer Großeltern und Urgroßeltern, wie alte Zeugnisse, Briefe, Schulbücher, Postkarten, Poesiealben, Fotos und vieles mehr aus früherer Zeit mitgebracht und den Mitschülern vorgestellt.

Die Geschichten, die sie von ihren Großeltern oder Urgroßeltern erzählt bekamen, wurden dann mit viel Freude im Unterricht wiedergegeben. In dieser Hinsicht kamen einige Schüler auf die Idee, dass wir doch noch mehr „Zeitzeugen” befragen könnten, wie es früher in Haaren war.

Weil nur einige Häuser entfernt das Altenwohnheim „Haus Aurea” ist, wurde die Bitte gestellt, die älteren Bewohner quasi aus der Nachbarschaft besuchen zu dürfen. Schnell wurde der Kontakt hergestellt und ein Termin gefunden. Als es dann soweit, gingen die Schüler mit großer Spannung mit ihrer Lehrerin los und waren pünktlich um 10.15 Uhr vor Ort. Dort wurden sie bereits erwartet und freundlich empfangen. Die Klasse teilte sich in zwei Gruppen auf, um mit den Bewohnern, und das waren fast alle, besser sprechen zu können.

Bei der Begrüßung fiel gleich auf, wie sich die Namen im Laufe der Zeit verändert hatten. Die Kinder hörten, dass es früher nicht nur eine Schule in Haaren gab. Die Klassenstärken waren früher auch größer als heute. Nach der Schule mussten viele Kinder in der Landwirtschaft mithelfen. Zeit zum Spielen gab es wenig. Doch wenn die Arbeit getan war, trafen sie sich und spielten draußen. Man verabredete sich nicht nur mit einer Freundin, nein, oft spielte eine große Gruppe von Kindern zusammen.

Wenn die Kinder eine Lehrerin hatten, sprach man sie mit „Fräulein” an. Damals waren die Lehrerinnen, die an den Schulen unterrichteten, unverheiratet. Heirateten sie, mussten sie aus dem Schuldienst ausscheiden, denn es gehörte sich für eine verheiratete Frau, nicht berufstätig zu sein.

Doch es gab auch Gemeinsamkeiten mit der Schulzeit heute. Die Lieblingsschulfächer waren damals Sport, Singen und Kunst (und auch die Pausen). Das ist heute oft auch der Fall.

Von den Streichen berichtet

Als die älteren Bewohner von ihren Streichen berichteten, blitzen ihre Augen, und ein verschmitztes Lächeln trat auf ihren Lippen. Ja, manchmal mussten sie in der Ecke stehen, „flogen raus”, oder es wurde sogar auf die Hände geschlagen. Das fand niemand lustig, auch die Grundschüler nicht.

Dann versuchten die Kinder, Sprichwörter zu erraten. Doch bei diesem Spiel waren die Bewohner des Altenheims eindeutig die Sieger. Abschließend wurden alte Kinderlieder gesungen. Als Abschiedsgeschenk bekamen alle Schüler eine Tafel Schokolade. Fröhlich traten sie den Rückweg zur Schule an. Dort berichteten sie dann von ihren Recherchen.

Alle Kinder kamen zu dem Ergebnis, dass es eine sehr gute Idee war, das Altenwohnheim zu besuchen, weil sich die älteren Menschen dort noch gut an ihre Schulzeit erinnern konnten. Begeistert waren die Kinder auch von der liebevollen Art, wie die Betreuer und Pflegekräfte mit den Bewohnern umgegangen waren.
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