Kreis Heinsberg - „Die Notfallseelsorge ist eine wichtige Aufgabe”

„Die Notfallseelsorge ist eine wichtige Aufgabe”

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Uber die Unterstützung des Kreiswasserwerkes für die Notfallseelsorge freuen sich Superintendent Jens Sannig, Gabriele Eichelmann, Manfred Jung, Landrat Stephan Pusch, Regionaldekan Gottfried A. Graaff, Michael Leonards und Wolfgang Sybrandi (v.l.n.r.).

Kreis Heinsberg. Mit einer Spende von jährlich 1000 Euro unterstützt das Kreiswasserwerk Heinsberg in den nächsten zehn Jahren die Notfallseelsorge im Kreis. Im Beisein von Landrat Stephan Pusch besiegelte der Geschäftsführer des Kreiswasserwerkes, Michael Leonards, die Patenschaft für die Notfallseelsorge im Kreis Heinsberg.

Über diese Unterstützung freuten sich bei einem Treffen im Kreishaus Regionaldekan Gottfried M. Graaff, Superintendent Jens Sannig sowie die organisatorischen Leiter der Notfallseelsorge, Wolfgang Sybrandi und Manfred Jung.

Superintendent Sannig begrüßte im Namen des Kuratoriums der Notfallseelsorge diese Spende. Die Notfallseelsorge gebe es seit zehn Jahren flächendeckend und rund um die Uhr. Nach Angaben von Sybrandi hat sich die Notfallseelsorge seit den Anfängen 2001 ständig weiterentwickelt. Am Anfang seien es 40 Einsätze pro Jahr gewesen, inzwischen immer rund 100. Zu den rund 40 haupt- und ehrenamtlichen Kräften würden neben Pfarrern und Pastoralreferenten auch andere Ehrenamtler gehören, die sich zu dieser anspruchsvollen Aufgabe berufen fühlten.

Jung erläuterte die organisatorische Arbeit. So würden die Notfallseelsorger grundsätzlich über die Leitstelle des Kreises in Erkelenz zum Einsatz gerufen. „Privatpersonen können den Notfallseelsorger nicht anrufen.” Darüber hinaus sei die Notfallseelsorge sehr gut vernetzt. „Die ersten Stunden sind entscheidend und wichtig für den weiteren Verlauf der Trauer”, berichteten die Seelsorger. Daher sei die Notfallseelsorge ein wichtiges Instrument, damit Betroffene schreckliche Ereignisse verarbeiten könnten.

Der Superintendent dankte der organisatorischen Leitung der Notfallseelsorge für den hohen Einsatz und das überdurchschnittliche Engagement. Gleichzeitig warb Sannig um weitere Interessenten. Notfallseelsorger könne jeder werden, der sich dazu berufen fühle, in schwierigen Situationen Mitmenschen zu helfen. Dies sei eine besondere Erfahrung. Nach den Sommerferien startet zudem ein neuer Ausbildungskurs für künftige Notfallseelsorger.

Der Landrat dankte der Notfallseelsorge für die „tolle Arbeit”. Die Notfallseelsorge sei eine wichtige Aufgabe, die den Rettungsdienst flankiere. Wasserwerk-Geschäftsführer Leonards sagte: „Daseinsvorsorge ist nicht nur ein Profitgeschäft”, weswegen das Wasserwerk gerne Einrichtungen wie die Notfallseelsorge unterstütze.

Der Regionaldekan dankte ebenso wie der Superintendent für das auf zehn Jahre angelegte Sponsoring. Graaff resümierte begeistert: „Die Idee der Notfallseelsorge im Kreis Heinsberg wächst. Sie ist ein gemeinsames Kind der christlichen Kirchen, weil es um die Menschen geht.”

Gabriele Eichelmann vom Büro der Regionaldekane fügte hinzu: „Die Notfallseelsorge entwirft ein klassisches Bild vom neuen Ehrenamt.” Es gehe um eine zusätzliche Ausbildung, um wertvolle Erfahrungen, um Begleitung von Menschen, um Bewältigung von Belastungen und auch um eine Kultur des Dankes.
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