Kreis Heinsberg - Die neue Regionalmanagerin: „Bin neugierig und hoch motiviert“

Die neue Regionalmanagerin: „Bin neugierig und hoch motiviert“

Von: Simone Thelen
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Mit viel Engagement im neuen Amt: Alexandra Jentgens vereint die Gemeinden Heinsberg, Waldfeucht, Selfkant und Gangelt als Regionalmanagerin für die Entwicklung im ländlichen Raum. Foto: Simone Thelen

Kreis Heinsberg. Alexandra Jentgens ist eine attraktive junge Frau, sie hat langes blondes Haar, einen kleinen goldenen Ring in der Nase und wenn sie von ihrem Job erzählt, glänzen ihre Augen. Die 25-Jährige ist die neue Regionalmanagerin der Westzipfelregion Gangelt, Selfkant, Waldfeucht und Heinsberg. Vor wenigen Wochen hat sie ihr Büro im Gangelter Rathaus bezogen.

Die letzten bislang noch nicht ausgepackten Kartons lassen erahnen, welch große Aufgaben hier noch vor ihr liegen.

„Im Moment arbeite ich mich in das Thema ein und erstelle eine Arbeitsstruktur“, erzählt Jentgens, gebürtige Erkelenzerin und schon durch ihr duales Studium der Tourismuswirtschaft in Düsseldorf, dessen praktischen Teil sie beim Heinsberger Tourist Service absolvierte, mit der Region verbunden. „Ich möchte hier etwas bewegen, Projekte vorantreiben und den Bürgern bei der Umsetzung ihrer Ideen helfen“, sagt sie. Damit hat sie sich für die vier Gemeinden der Westzipfelregion sicher einiges vorgenommen. Momentan verschafft sie sich deshalb einen umfassenden Überblick über den Sachstand. Außerdem wird gerade eine Homepage entwickelt, die dann über den Fortgang des Prozesses und der konkreten Projekte berichten wird.

„Vital NRW“ heißt das Programm, über das die Stelle der Regionalmanagerin ermöglicht wird. Vital steht für Verantwortlich, Innovativ, Tatkräftig, Attraktiv und Ländlich – Eigenschaften, die Alexandra Jentgens nun repräsentiert. „Ländlich bin ich wohl am ehesten durch meine Heimat in Erkelenz-Lövenich. Ich weiß, wie es ist, auf dem Dorf zu wohnen, und welche Herausforderungen es zu meistern gilt.“

Projektgemeinden nehmen in Nordrhein-Westfalen an dem Programm teil. Die Westzipfelregion ist eine davon. Vital NRW kann sozusagen als Nachfolger des Leaderprozesses gelten, durch den die Gemeinden Gangelt, Selfkant und Waldfeucht bereits von 2007 bis 2013 mit Mitteln der Europäischen Union zur Stärkung des ländlichen Raumes viele Projekte erfolgreich umsetzen konnten.

Ideen von den Bürgern selbst

An diese Erfolge möchte die neue Managerin nun gerne anknüpfen, diesmal auch mit der Stadt Heinsberg im Verbund. Es sollen soziale, ökologische und wirtschaftliche Projekte gefunden und vorangetrieben werden. „Wichtig ist, dass die Ideen von den Bürgern selbst kommen sollen“, meint Alexandra Jentgens. „Ich bin dann dazu da, die Ideen zu bewerten, sie weiterzuentwickeln, Hilfestellungen zu geben, etwa bei der Beantragung von Fördergeldern, und letztlich auch die Umsetzung zu unterstützen. Natürlich in Zusammenarbeit mit dem Vorstand des Westzipfel-Vereins und der Mitgliederversammlung.“ Welche Themenschwerpunkte es geben wird, ist noch nicht klar, aber sicher werde es um Tourismus und Naherholung und um den Demografischen Wandel gehen. „Und auch die Integration und die dauerhafte Ansiedlung von Flüchtlingen ist ein wichtiges Thema.“

Als Einzelkämpferin sieht sich Alexandra Jentgens nicht. Die Mitarbeiter im Gangelter Rathaus nennt sie ihre Kollegen – auch wenn sie es formal gar nicht sind –, und mit den Bürgermeistern der vier Gemeinden arbeitet sie ebenfalls eng zusammen. Das Projekt läuft vorerst bis 2022. In den ersten beiden Jahren ist ihr Büro im Rathaus Gangelt beheimatet, danach wird sie wahrscheinlich zur Stadtverwaltung Heinsberg wechseln. Jentgens: „Dieser Job ist sehr abwechslungsreich, und ich bin viel unterwegs. Das genieße ich sehr. Zumal diese Region ja auch einiges zu bieten hat.“

Damit meint sie vor allem die westliche Lage, die Nähe zu den Niederlanden und zu Belgien, die wunderschöne Natur, „die übrigens hier und da etwas besser zugänglich gemacht werden könnte“, das ausgeprägte Vereinsleben und das große Engagement der Bürgerinnen und Bürger. „Vor allem mag ich die Menschen hier und ihre Eigenarten. Ich bin ja selbst ein Kind der Region.“

Alexandra Jentgens hat ihr Studium gerade frisch abgeschlossen und sammelt nun als Regionalmanagerin ihre ersten beruflichen Erfahrungen. Die Menschen begegnen ihr alle offen und freundlich, gar nicht zurückhaltend oder skeptisch, wie sie sagt. „Ich habe in den letzten Tagen schon wahnsinnig viele Hände geschüttelt. Es ist natürlich wichtig, dass ich die Menschen kennen lerne und mich vernetze.“

Dies wird ihr sicherlich helfen, denn eines der Ziele des Vital-NRW-Programms ist es, auch über Gemeindegrenzen hinaus eine Regionale Identität zu schaffen. „Das ist sicher eine Herausforderung“, meint sie, „denn jede Gemeinde hat auch einen gewissen Lokalstolz. Nun heißt es aber, ein starkes Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln. Ich freue mich sehr darauf, Teil dieses Prozesses zu sein. Ich bin sehr neugierig und hoch motiviert, hier etwas zu bewegen.“

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