Die Menschen mit Handicap einbinden

Von: Anna Petra Thomas
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Adelheid Venghaus (3.v.r.) und Nicole Abels Schell (4.v.l.) im Gespräch mit Mitgliedern des Lokalen Teilhabekreises Hückelhoven. Foto: anna

Kreis Heinsberg. Anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am kommenden Montag, 5. Mai, trafen sich Menschen mit und ohne Behinderung im Café Lebensart in Hückelhoven zu einer Gesprächsrunde.

Dabei ging es vor allem um das Sportangebot für Menschen mit Handicap im Kreis Heinsberg. Eingeladen zu der Runde mit Mitgliedern des Lokalen Teilhabekreises Hückelhoven hatten Adelheid Venghaus von der Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle (KoKoBe) für den Kreis Heinsberg und Nicole Abels-Schells, Gemeindesozialarbeiterin des Caritasverbandes für die Region Heinsberg.

Adelheid Venghaus stellte zunächst den Lokalen Teilhabekreis vor, der sich vier Mal pro Jahr trifft. Darüber hinaus gebe es über das Jahr verteilt mehrere Arbeitsgruppen zu bestimmten Themen, die für Menschen mit Behinderung wichtig seien. „Teilnehmen kann grundsätzlich jeder“, betonte sie. Das nächste Treffen des Lokalen Teilhabekreises Hückelhoven findet statt am Mittwoch, 11. Juni, um 18 Uhr in der evangelischen Kirchengemeinde an der Haagstraße.

Wie sind die Angebote im Sport? Wie sind die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung? Dies seien zwei wesentliche Fragen, die zu klären seien, um das Sportangebot für Menschen mit Behinderung im Kreis Heinsberg auszubauen und bereits bestehende Angebote weiter zu öffnen, so Adelheid Venghaus.

Durch die Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention habe sich die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, Menschen mit Behinderung in sämtlichen Lebensbereichen eine gleichberechtigte Teilhabe zu sichern. „Damit sind wir gesellschaftlich in allen Bereichen aufgerufen, zu dieser Entwicklung beizutragen.“

Als ein gutes Beispiel für die Umsetzung dieser Vorgabe präsentierte sie einen neuen Kurs für „Zumba Gold im Sitzen“, der bereits beim Hückelhovener Fest der Kulturen vorgestellt wurde und am Dienstag, 6. Mai, im Café Lebensart beginnt. Mit 13 Teilnehmern, darunter auch eine Rollstuhlfahrerin, ist dieser Kurs mit zehn Einheiten unter der Leitung einer sogenannten Zumba-Masterin bereits ausgebucht. Er wird vom Lokalen Teilhabekreis auch finanziell gefördert. Dieser Kurs sei ein gutes Beispiel, weil das Sich-Bewegen zu lateinamerikanischer Musik sich nicht nur zunehmender Beliebtheit erfreue, sondern diese Sportart im Sitzen auch von übergewichtigen oder auch anders eingeschränkten Teilnehmern durchgeführt werden könne. „Indem man gemeinsam etwas tut, lassen sich Barrieren im Kopf abbauen“, so Adelheid Venghaus.

Bereits beim Fest der Kulturen hatte der Lokale Teilhabekreis die Besucher gebeten, Wünsche für Sportangebote aufzuschreiben. „Dabei stellte sich zum Beispiel heraus, dass im Kreis Heinsberg ein Basketball-Angebot für Rollstuhlfahrer fehlt“, so Venghaus. Von mehreren Angeboten von Vereinen wussten sie und die Gesprächsteilnehmer zu berichten. Mit dem Kreissportbund gibt es bereits Kontakte. Auch von einem Tanzangebot, das im Sommer in einer Tanzschule für Menschen mit und ohne Handicap starten soll, wurde berichtet. Norbert Voigt, selbst Rollstuhlfahrer, regte im Rahmen des Gesprächs an, Vereine direkt anzusprechen, in denen bereits einzelne Menschen mit Behinderung aktiv seien. „Man lernt aus Erfahrung“, so sein Motto.

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