Die Meisterkonzertreihe 2014/2015 der VHS geht furios zu Ende

Von: ulla
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Die Württembergische Philharmonie Reutlingen gastierte auf Einladung der Volkshochschule in der Erkelenzer Stadthalle. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Die Meisterkonzertreihe 2014/2015 der Anton-Heinen-Volkshochschule ging furios zu Ende: Die Württembergische Philharmonie Reutlingen unter der Leitung des Schweden Ola Rudner spielte Werke von Josef Haydn, Max Bruch und Ludwig van Beethoven.

Und in der voll besetzten Erkelenzer Stadthalle gab es wahre Begeisterungsstürme für ein Konzert, das die Erwartungen der Zuhörer mehr als voll erfüllte.

Als Erstes war zu hören Haydns Sinfonie Nr. 44 e-Moll, die auch den Namen „Trauer-Sinfonie“ trägt, obwohl die Bezeichnung dieser Komposition des „Sturms und Dranges“ mit Trauer eigentlich nichts zu tun hat. Aber wie viele große Werke von Legenden umgeben sind, so ist es auch in diesem Fall: Haydn soll einmal gesagt haben, der dritte Satz dieser Sinfonie, ein inniges Adagio, solle bei seiner Beerdigung gespielt werden.

Es folgte von Bruch das Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-Moll op. 26, in dem insbesondere Timo de Leon als Solist Virtuosität in den höchsten Regionen verband mit einer außerordentlichen Musikalität und einer adäquaten Einfühlung in das von starken Gefühlen bestimmte Werk. Hervorragend war auch das Zusammenspiel mit dem frisch und munter musizierenden Orchester, das unter seinen mehr als 50 Mitgliedern viele junge Leute hatte. Und der Dirigent verstand es, sowohl den Solisten als auch das Orchester mit seiner Begeisterung anzustecken und zu immer neuen Höchstleistungen anzuspornen. Es gab auch die erste Zugabe des Abends mit Blumen für den Solisten und einer Violinsonate von Johann Sebastian Bach.

Nach der Pause folgte dann Beethovens Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93, die zum Ärger des Komponisten von den Zeitgenossen nicht in ihrer Großartigkeit erkannt wurde. Obwohl damals der Gesundheitszustand Beethovens nicht der beste war, wird das Werk von großer Heiterkeit und Lebensfreude durchzogen. Besonders der dritte Satz – „Tempo di Menuetto“ – begeisterte mit einer Art von ironischer Gemütlichkeit. Und manchmal hatte man den Eindruck, dass das Orchester mit einem mehrfachen Fortissimo die Grenzen eines möglichen Lautstärkegrades erreicht hatte.

Auch nach der Schluss-Zugabe, einem Satz aus den „Geschöpfen des Prometheus“ von Beethoven, wollte der dankbare Beifall nicht aufhören. Und die Blumen waren mehr als verdient.

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