Die Matwews: Eine Familie, die den Radsport l(i)ebt

Von: disch
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Eine Familie, die den Radsport l(i)ebt: Heidi, Hans, Doris und Robert ­Matwew (von links nach rechts) aus Oberbruch. Foto: agsb

Selfkant-Hillensberg. Wenn ein Radrennereignis in der Region ansteht, dann darf eine Familie nicht fehlen, die den Radsport l(i)ebt: Die Matwews aus Oberbruch sind dank ihrer Erfolge und wegen ihres Engagements in der Radsportszene bestens bekannt – und sie werden sich die Eneco-Tour-Passage in Hillensberg nicht entgehen lassen.

Vater Hans gilt als Radsport-­Urgestein. Der wichtigste Rennsieg war für ihn der Erfolg 1972 bei Rund um Siegburg, als er Olympiaauswahlfahrer Josef Flachs auf den zweiten Platz verweisen konnte. Nach seiner aktiven Zeit blieb Matwew dem Radsport treu: 45 Jahre lang als Geschäftsführer vom RV Diana Oberbruch, als Organisator vieler Rennen und Förderer von Nachwuchstalenten.

Ehefrau Doris, die 25 Jahre lang Diana-Jugendleiterin war, gehörte acht Jahre dem Nationalkader an, war 1971 Deutsche Vizemeisterin im Straßenrennen und sammelte vier NRW-Titel. Einmal war sie bei der Frankreich-Rundfahrt dabei.

Tochter Heidi bestritt die Tour de France féminin gleich dreimal; wobei sie 1989 beim Finale die Ziellinie auf den Champs-Ély­sées als Etappenfünfte passierte. Wie ihre Mutter gehörte sie zu den besten deutschen Radrennfahrerinnen ihrer Zeit. 1986 wurde sie Deutsche Meisterin in der Einer-Verfolgung auf der Bahn, 1987 Achte bei der Weltmeisterschaft im Vierer-Straßenrennen.

Sohn Robert war erfolgreicher Profi im Team Telekom (unter anderem mit einem dritten Etappenplatz bei der Tour de Suisse), nachdem er als Amateur 1989 Deutscher Bergmeister und Sechster bei der WM im Straßenfahren geworden war und 1990 drei Bundesliga-Siege errungen hatte.

Enkel Tim, der beruflich bedingt den „Familienausflug“ zur Eneco-Tour verpasst, hat sich ebenfalls im Radsport auf Erfolgskurs begeben: Bereits mit 17 Jahren schaffte er den Sprung ins Bundesligateam des VfR Büttgen.

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