Die Lotsen bilden ein internationales Team

Von: jdk
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Stolz wurden die Zertifikate präsentiert: Der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung von neuen Integrations­lotsen wurde im Interkulturellen Zentrum in Hückelhoven gefeiert. Foto: jdk

Kreis Heinsberg. Das Interkulturelle Zentrum in Hückelhoven (IKZ) erlebte einen wahrhaft internationalen Abend. Über 20 Frauen und Männer hatten ihre Ausbildung zu Integrationslotsen erfolgreich absolviert. Am Ende der dreimonatigen Schulung stand jetzt die Überreichung der Zertifikate.

Christian Ehlers, zum Jahresende scheidender Leiter der Integrationsagentur im Diakonischen Werk des Kirchenkreises Jülich, dankte den Frauen und Männern herzlich für ihre Bereitschaft zur Ausbildung und für ihren Einsatz zugunsten von Menschen, die nach Deutschland gekommen sind und Hilfe bei Behördengängen oder Arztbesuchen, bei der Schulanmeldung der Kinder oder bei Problemen am Arbeitsplatz benötigen – und bekommen.

Zum internationalen Team gehören einige Deutsche. Die meisten Integrations­lotsen aber haben selbst eine Zuwanderungsgeschichte: Sie stammen aus Brasilien oder Kroatien, aus der Türkei oder Russland, aus Armenien oder Kenia, aus den Niederlanden, aus Rumänien oder vom indischen Subkontinent. Sie bringen ihre eigenen Erfahrungen in diese wichtige Arbeit ein. Erklärtes Ziel ist es, zugewanderten Kindern, Frauen und Männern das Einleben zu erleichtern, ihnen Informationen über Angebote im sozialen Bereich zu vermitteln und vor allem dazu beizutragen, dass die Integration nachhaltig und umfassend gelingt.

In Anwesenheit von Bernd Laprell, dem Leiter des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Heinsberg, Ruth Gehrmann von der Migrationsberatung des Diakonischen Werkes und Saida Piecuch von der Flüchtlingsberatung des Diakonischen Werkes war die Überreichung der Zertifikate sichtbares Zeichen dafür, dass die Ausgebildeten fit und bereit sind für hilfreiches Engagement. Dankenswerterweise eröffnen verschiedene Einrichtungen die Möglichkeit, in ihren Räumen Anlaufstellen für Hilfesuchende zu bieten: das städtische Familienzentrum Traumland in Hückelhoven, der Verein Amos in Heinsberg, die Evangelische Kirchengemeinde in Erkelenz, die AWO-Familienzentren in Übach-Palenberg und in Geilenkirchen oder auch das Interkulturelle Zentrum in Hückelhoven.

Eine Herausforderung stellt aktuell die veränderte Arbeitsstruktur beim Diakonischen Werk dar. Seine Integrationsagenturen können ihre Arbeit über das Jahresende hinaus nicht weiterführen, da der Fokus auf die Flüchtlingsberatung und die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer gelegt wird. Es gilt also, eine neue Koordination und Begleitung der Integrationslotsen aufzubauen. Es geht konkret um Vermittlung der Einsatzaufträge, Koordination der Einsätze, Begleitung der Lotsen oder auch Durchführung von Teamsitzungen. Die Lotsen appellierten an die kirchlich und kommunal Verantwortlichen, zeitnah eine tragfähige Lösung zu finden, damit die Arbeit zugunsten der zugewanderten Menschen ohne Einschränkung weitergehen könne.

Viele hatten für diesen Abend Spezialitäten ihres Heimatlandes zubereitet und mitgebracht. So konnten alle ein ausgezeichnetes internationales Buffet genießen, gewissermaßen als Symbol für die Arbeit im IKZ: Jede und jeder bringt sich mit seinen Fähigkeiten ein – und alle profitieren davon. Essen und Trinken und gute Gespräche sowie eine hervorragende Gesangs- und Tanzeinlage von Diana und Julia sorgten für eine gelungene Atmosphäre an diesem Abend.Und natürlich durfte auch ein herzlicher Dank an Christian Ehlers nicht fehlen, für seinen Einsatz bei der Schulung und die gute Betreuung der neuen Lotsen.

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