Die Kunst geht in die Offensive

Von: hewi
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Im ehemaligen Kloster Wegberg
Im ehemaligen Kloster Wegberg stellten 26 Künstler aus der Region, aus England und aus den Niederlanden im Rahmen der „5. Kunst-Offensive” ihre Arbeiten aus. Foto: Koenigs

Wegberg. Die mittlerweile fünfte Kunstoffensive lockte wieder die Kunstfreunde nach Wegberg. Neben den Künstlern der Atelieretage im alten Kloster waren auch sechs neue Künstler mit ihren Arbeiten angetreten. Insgesamt 25 Künstler nahmen mit ihren Arbeiten an der Werkschau im und am ehemaligen Kloster am Rathausplatz teil.

Im Vorfeld hatten sich rund 40 Künstler um eine Teilnahme an der Kunstoffensive beworben, wie Organisator Johannes Donner betonte.

Dies wertete Bürgermeister und Schirmherr Reinhold Pillich als Beleg dafür, dass die Kunstoffensive „auf hohem Niveau aufgestellt” sei. Aus einer Idee, die im Rahmen des Stadtmarketing geboren war, habe sich ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Wegberg entwickelt.

Ausgestellt wurde im Kloster und im Klostergarten. Yvonne Mümo-Neumann gehört mit ihren Skulpturen im Klostergarten zu den festen Größen der Kunstoffensive. Neben bekannten Arbeiten wie „Dies & Nox” oder „Die Atlantin” war Mümo-Neumann auch mit neuen Arbeiten vertreten, die die Welt zum Thema haben. Diese wurde auch wie eine Reliquie in einem Tabernakel präsentiert.

Die Malerin Laura-Helene Förster präsentierte wieder idealisierte Landschaften. Aktuell hatte sie eine Collage geschaffen, die die Gewalt eines Tsunamis thematisiert.

Auch in den Atelierzellen der Künstler konnte der Besucher einen Eindruck von der Arbeitsweise und den Werken erlangen. Einige der Arbeiten erschlossen sich aber erst durch die Erläuterungen der Künstler. Eva-Stefanie Mosburger-Dalz präsentierte unter anderem eine Fotostudie zu ihrem „Haus für einen Toten”, das derzeit bei Linnich an der Rur steht.

Durch die Trapezform des Holzkörpers entstehen je nach Tageszeit und Einfall der Sonne immer neue Licht- und Schatteneffekte. Die Ästhetik des Tangotanzens hatte Huub Rouschen in einer Bilderfolge dargestellt. Die Studien der Tanzpaare aus der Bewegung heraus verliehen ihnen etwas Statuenhaftes.

Ein ganz anderes Genre vertritt Christopher Eales. Der Brite hat sich der Kunst der Trickfilme verschrieben und war auf Einladung von Torsten Kautz nach Wegberg zur Kunstoffensive gekommen. Eales zeigte einige seiner bisher realisierten Trickfilme in einer Endlosschleife.

Beeindruckt zeigte er sich von der Gemütlichkeit, die er der Kunstoffensive im alten Kloster attestierte. Mit seinen Filmen war er zum ersten Mal in Deutschland zu Gast. „Animated Movies” nennt man seine Art der Filmarbeit. „Der deutsche Ausdruck Trickfilm gefällt mir für meine Filme am besten”, erklärte er.

Seine Arbeit reicht von der Erarbeitung der Drehbücher über die Gestaltung der Puppen und Szenenbilder bis hin zur mühseligen Aufnahme der Filme Bild für Bild. Bei der Verwendung der Puppen für seine Filme wendet sich Eale bewusst gegen die computeranimierten Filme, die derzeit den Trickfilmmarkt beherrschen.

„Ich arbeite gerne traditionell”, betonte er. Seine Filme werden auf Festivals gezeigt und unterstützen oftmals soziale Projekte. da zeitgleich auch der Wandertag in Zusammenarbeit mit dem WDR in und um Wegberg stattfand, konnten sich die Macher der Offensive über manchen zusätzlichen Besucher freuen. Denn der Rathausplatz war Treffpunkt der über 600 Teilnehmer der geführten Wanderungen.
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