Die Kunst des Schweißens

Von: defi
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Peter Stroekens, Ausbilder bei
Peter Stroekens, Ausbilder bei BIS Maintenance im Industriepark Oberbruch, führte Schüler der Realschule Heinsberg in die Kunst des Schweißens ein. Foto: defi

Heinsberg-Oberbruch. Warum auch erfahrene Schweißer ab und an mal Milch brauchen und selbst in der düsteren Werkstatt einen Sonnenbrand bekommen können, erfuhren Achtklässler der Realschule Heinsberg bei ihrem Besuch in der Ausbildungswerkstatt der BIS Maintenance im Industriepark Oberbruch. Diese Werkstatt leitet Anton Thuy, er hat seit 44 Jahren sein Büro („Mein Wohnzimmer”) in einem der vielen Backsteingebäude auf dem Gelände des Industrieparks.

Roland Koch hatte vor ein paar Wochen hier seinen Antrittsbesuch gemacht als neuer Chef bei Bilfinger & Berger, unter dessen Konzerndach die BIS Maintenance, ehemals BIS Hima, heute agiert. Die Schülerinnen und Schüler der Realschule Heinsberg waren gekommen, um etwas über das Kunststoffschweißen, Gasschmelzschweißen und Lichtbogenhandschweißen und das Berufsbild des Betriebstechnikers zu erfahren und zwar im Rahmen der KURS-Lernpartnerschaften, einer Kooperation von Schule, Unternehmen, der IHK und der Bezirksregierung.

Ewald Wagner ist 2. Konrektor an der Städtischen Realschule Heinsberg und engagiert im KURS-Basisbüro beim Schulamt des Kreises Heinsberg: „Der Gedanke der Lernpartnerschaften ist es, den Schülern nicht nur Praktikumsstellen zu verschaffen, sondern sie sollen in der Praxis von Fachleuten lernen, welche Anforderungen ein Beruf an sie stellen wird.” Bei Anton Thuy wird neben der fachlichen Ausbildung auch gekehrt, während der Woche grob, freitags gründlich und dann wird auch das Unkraut rund um die Ausbildungswerkstatt ausgemacht. „Unsere Auszubildenden können doch später auch nicht den Dreck beim Kunden liegen lassen, der nächste Auftrag würde garantiert ausbleiben.” Vor dem Besuch der Realschüler im Industriepark war Anton Thuy mit zwei seiner Azubis in der Realschule zu Gast.

Im Rahmen eines Schülerseminars informierten die beiden Azubis die fast gleichaltrigen Schüler erst theoretisch über ihren Ausbildungsberuf. Zusammen mit Lehrer Dirk Windeck starteten die Achtklässler „ Realschule dann ihren Gegenbesuch in der Ausbildungswerkstatt, um auch die Praxis kennen zu lernen. Peter Stroekens, Ausbilder in der BIS Maintenance-Ausbildungswerkstatt, führte die Schüler zunächst in die Kunst des Schweißens ein. Ein Werkzeug, das eine 2000 bis 3000 Grad heiße Flamme erzeugt, sollte schließlich niemand leichtfertig in die Hand nehmen.

Milch braucht der Schweißer übrigens nicht, um Brandwunden zu kühlen. Die Lichtfunken der Schweißflamme sind so hell, dass die Augen leiden, wenn man die Brille vergisst oder dem schweißenden Kollegen unvorsichtig über die Schulter schaut. Da hilft dann etwas Milch. Und die Haut des Schweißers kann einen Sonnenbrand erleiden, wenn er sich bei länger andauernden Schweißarbeiten nicht gut einpackt. Auch wenn das Schweißen nicht ungefährlich ist, alle Schüler wollten und durften es einmal selber ausprobieren. Marcel: „Es war wirklich gut einmal hier in der Werkstatt zu sein. Uns wurde hier alles sehr gut und freundlich erklärt.”
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