Die Kreisstadt steht im Zeichen der Musik

Von: anna
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Juppi Kleinen erhielt den Land
Juppi Kleinen erhielt den Landesehrenteller: Erste Gratulanten waren Ralf Brock und Martin Lentzen (vorne, von links), Kalle Mohnen, Probenleiter Matthias Lambertz und Schriftführer Klaus Schiffers (hinten, von links). Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Die Kreisstadt stand am Wochenende ganz im Zeichen der Musik: Drei Tage lang hat der Heinsberger Spielmannszug sein 100-jähriges Bestehen gefeiert.

Der passende Rahmen dafür waren die Herbstkirmes der Vereinigten Schützenbruderschaften, denen der Spielmannszug angeschlossen ist, und die Festwoche anlässlich der 750-Jahr-Feier der Altarweihe in der Pfarrkirche St. Gangolf. Und schließlich war der Heinsberger Spielmannszug zu seinem Jubiläum am Sonntag der Ausrichter des 24. Stadtmusikfestes für Spielleute.

Auftakt der Feierlichkeiten war der Heimatabend am Freitag. Moderiert wurde er von Kalle Mohnen, dem Präsidenten des Heinsberger Karnevalsvereins (HKV) Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Martin Lentzen waren sich die Redner des Abends, Schützenpräsident Siegfried Jansen als Schirmherr, Bürgermeister Wolfgang Dieder und Ortsvorsteher Franz Jakobs, einig in ihrer Bewertung, dass der Spielmannszug zwar nur 22 aktive Mitglieder zählt, diese aber immer zur Stelle seien, wenn sie gebraucht würden.

Der Schirmherr blickte zurück in die Geschichte des Vereins, der seit 1920 den Schützenbruderschaften angeschlossen ist. Der Spielmannszug sei ein Vorbild in puncto Idealismus, Einsatzbereitschaft und Zusammenhalt, bescheinigte ihm der Bürgermeister. Der Ortsvorsteher regte an, neue Elemente in Form neuer Instrumente einzuführen, um den Verein für die Jugend attraktiver zu machen. Lob fand er für die gute Kooperation nicht nur mit den Schützen, sondern auch mit dem HKV.

Rolf Brock, Kreisfachleiter der Spielleute im Volksmusikerbund, ehrte Sabrina Kühler und Mareike Schmitz mit der Ehrennadel in Bronze (für fünf Jahre), Michael und Rudolf Kistermann jun., Kai und Otto Kuszinna mit der Ehrennadel in Altsilber (für 20 Jahre), Josef Plum, Frank Laprell, Martin Lentzen und Christa von der Lieck mit der Ehrennadel in Silber (für 25 Jahre).

Für sein Engagement als Tambourmajor im Spielmannszug über mehr als 30 Jahre erhielt Juppi Kleinen den Landesehrenteller des Volksmusikerbundes. Ein Großer Zapfenstreich auf dem Rathausplatz war der Höhepunkt des Abends. Musikalisch brachten sich dabei die Trommler- und Pfeiferkorps aus Schafhausen und Straeten, der Instrumentalverein Kirchhoven sowie die Kirchenchöre aus Heinsberg und Kirchhoven eingebracht. Auch Schützenoffiziere und Feuerwehrleute wirkten mit.

Nach einem Umzug durch die Innenstadt überbrachten die Korps aus Kempen und Karken dem Spielmannszug am Samstag ihre musikalischen Glückwünsche auf dem Burgberg. Dorthin hatten die Vereinigten Schützenbruderschaften zum Vogelschuss eingeladen. Den Sieg im Vereinswettbewerb sicherte sich der Damenelferrat des HKV, bevor Hans-Josef Marx sich in einem spannenden Wettkampf mit dem 130. Schuss als König für das kommende Jahr durchsetzte. Seine Frau Maria-Anna wird ihn begleiten.

Nach Kranzniederlegung auf dem Friedhof und Messe in der Propsteikirche St. Gangolf empfing der Spielmannszug am Sonntag an der Begegnungsstätte insgesamt zwölf Trommler- und Pfeiferkorps (aus dem Heinsberger Stadtgebiet sowie aus Geilenkirchen-Gillrath), außerdem Spielmannszug und Instrumentalverein aus Kirchhoven. Mit dabei waren natürlich auch die Vereinigten Schützenbruderschaften (mit Königspaar Martin und Erna Lentzen und Kaiserpaar Rudolf und Karin Kistermann) sowie die Schützenbruderschaft aus Hülhoven-Grebben-Eschweiler und der Jägerzug des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven.

Den Abschluss des Zuges bildete das Trommler-, Pfeifer- und Fanfarenkorps Höngen, das nicht nur musikalisch, sondern auch mit seinen Marschformationen begeisterte.
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