Die Kinder sollen von der Straße

Von: dn
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Erkelenz-Venrath. Seit drei Jahren besteht das Neubaugebiet „Schages Fahrt” nordwestlich am Ortsrand von Venrath.

Mit 32 Grundstücken in Einzel- und Doppelhausbebauung ist es eine Bereicherung für Venrath, zumal fast alle Baugrundstücke bebaut sind. Was noch fehlt ist ein Spielplatz mit ausreichenden Spielmöglichkeiten.

Auf dem dafür vorgesehenen Gelände am Etgenbuscher Weg steht ein gelber Bauwagen, umgeben von hohen Gräsern, Brennnesseln und Gestrüpp. Wahrlich kein Platz zum Spielen und Austoben. Alles spielt sich bei den Jungen und Mädchen derzeit auf der Straße ab. Das soll sich alsbald ändern.

Die Stadt Erkelenz hatte 95 Kinder zwischen vier und 14 Jahren und die Eltern angeschrieben und zum Termin eingeladen, ihre Ideen in die Planung der Gestaltung mit einzubringen. Vor dem noch verwilderten Gelände hatte Stadtjugendpfleger Markus Wilmer auf einer blauen Tafel einen Vorschlag der Verwaltung und Fotos vom alten Spielplatz „Am Himmelspfad” zum besseren Verständnis angebracht. Dazu erklärte er, für den alten Spielplatz, der aufgegeben werde, sei das neue Spielgelände im Neubaugebiet ausgesucht worden. Das alte Gelände habe die Größe von etwa 1200 Quadratmetern.

Eine ähnliche Fläche weise auch das neue Spielgelände auf. Dazu wird die Spielkombination sorgfältig abgebaut, vom städtischen Baubetriebshof restauriert und an neuer Stelle wieder aufgebaut. Diese Geräte wurden erst 2004 errichtet und befinden sich im guten Zustand. Dazu gehören zwei Türme mit Kletternetz, ein Hängesteg und Hängebrücke, Aufstiegsrampe und Rutsche. Auf dem neuen Gelände sieht die Planung zudem ein Kleinkinderbereich mit Sitzgruppe und Papierkorb vor. Dazu eine multifunktionale Spielwiese.

Weitere Vorschläge für die neue Spielanlage notierte Markus Wilmer sorgfältig. Lars, zwölf Jahre, erträumte sich eine Skateanlage. Doch dafür sei das Gelände nicht groß genug, erklärte Wilmer. Antonia, neun Jahre, wünschte sich eine Seilbahn. Dafür stimmten insgesamt 13 Kinder und Eltern.

Die fußballbegeisterte Vivien, zehn Jahre, hätte in der Planung gerne einen kleinen Fußballplatz gesehen.

Sie wurde auf die in der Nähe liegende Sportanlage verwiesen. Favorit war ein Trampolin, für das 17 Kinder stimmten. Für eine Schaukel entschieden sich sieben Kinder und für eine Tischtennisplatte acht. Neun Kinder hätten gerne eine Kletterspinne.

Die Wunschliste wurde mit Sandbaggern (7 Stimmen), Wippe (7) und Tunnelröhre (3) immer länger. Zum Abschluss versicherte Stadtjugendpfleger Markus Wilmer, alle Wünsche auf ihre Verwirklichung und Finanzierbarkeit zu überprüfen.

Eines konnte er schon jetzt mit Sicherheit versprechen: im November werde mit den Baumaßnahmen begonnen, und wenn das Wetter erlaube, können die Kinder aus Venrath, Kaulhausen und Etgenbusch zu Ostern den Spielplatz benutzen.
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